Naturoase als Polit-Spielwiese. Christoph Reiterer über die Rodung im Hollabrunner Wasserpark.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 06. September 2017 (05:11)

Wie unterschiedlich gelagert Interessen sein können, zeigt sich nun wieder bei der Debatte rund um die – von einer Baumkrankheit ausgelösten – Schlägerungsarbeiten im Hollabrunner Wasserpark , einem unbestritten wunderschönen Stück Natur in der Stadt.

So wurde Vizebürgermeister Alfred Babinsky prompt mit dem Vorschlag konfrontiert, die Gelegenheit zu nutzen und dort Parkplätze zu etablieren. Gleichzeitig meldete sich eine Anrainerin bei der NÖN mit der Befürchtung, dass es nun heißen könnte: „Machen wir gleich Parkplätze d‘raus!“

Angesichts des zu erwartenden Gegenwinds ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Gemeinde den Wasserpark zum „Wasserparkplatz“ machen wird. Die Kritik, dass es nicht schon im Vorfeld eine umfassende Bürgerinformation zu den Schlägerungen und den Gefahren des Eschentriebsterbens gegeben hat, müssen sich die Verantwortlichen aber gefallen lassen. Gut, dass Babinsky das jetzt nachholen will. Um die Politik aus der Sache rauszuhalten, ist es aber ein bisserl zu spät.