Ohne Quote und Reißverschluss. Sandra Frank über den leidigen Kampf der Geschlechter.

Von Sandra Frank. Erstellt am 16. September 2014 (07:32)
NOEN

Der intensive Wahlkampf soll erst im Jänner, kurz vor der Gemeinderatswahl, beginnen. Der interne Kampf um die besten Listenplätze hat aber bereits begonnen. Ein Wort, das hier oft fallen wird, ist „Reißverschlusssystem“. Es bedeutet, dass Männer und Frauen abwechselnd auf der Liste stehen sollen, damit auch Frauen eine Chance haben, auf wählbaren Plätzen zu kandidieren.

An sich eine gute Sache. Aber nur, wenn die Frauen das wirklich wollen. Die Damen werden jetzt darauf eingeschworen, auf ihrem Platz auf der Liste zu bestehen – komme, was wolle. Die Frauen, die sich jetzt dafür so stark machen, dass sie beinahe schon als „Emanze“ im schlechtesten Sinne herüberkommen, täten besser daran, ihre Energie auf Themen zu verwenden, die die Bürger wirklich interessieren.

Dem Wähler ist es egal, welches Geschlecht seine Interessen vertritt, solange es nur ehrlich gemeint ist. Wenn Politik gut ist und etwas kann, werden Ziele auch erreicht – ganz ohne Quotenregelung, die durchgepeitscht werden muss.