Spielraum für Diskussionen. Über den Schönheitsfehler in einer Hollabrunner Förderrichtlinie.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:19)

Mehr als 1.000 Euro beträgt in Hollabrunn der Mietzuschuss für neue Innenstadt-Betriebe im ersten Jahr, 800 Euro im zweiten und 560 Euro im dritten Jahr. Im Fall der Felber-Filiale in der Körnergasse kommen mehr als 1.000 Euro Förderung als Kommunalsteuer-Erlass hinzu. Damit fließt durch die Gemeinde schon mehr, als viele krisengebeutelte Unternehmer aus dem Hilfsgeld-Topf der Regierung erhalten haben. Falls sie überhaupt schon etwas bekommen haben.

Doch nach dem SPÖ-Vorwurf, die Gemeinde würde zu wenig für ihre Betriebe tun, gibt’s nun Kritik von den Grünen. Denn in den Richtlinien sind nur sieben Straßen und Plätze angeführt, in denen die Innenstadt-Förderung schlagend wird. Unter anderem nicht dabei: die Körnergasse.

Jetzt wär’s natürlich verrückt, den Standort ums Eck vom Hauptplatz nicht als Innenstadt anzusehen. Eine kleine Überarbeitung der Formulierung wird trotzdem kein Schaden sein. Denn der Neid ist ein Luder und man setzt sich unnötig der Gefahr von Diskussionen aus, die man sich ganz bestimmt lieber erspart.