Ein Rückschritt als Fortschritt. Über den Rückzug von Haugsdorf und Großkadolz.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 19. Juni 2019 (02:20)

Heuer also Haugsdorf und Großkadolz. Zwar ziehen sich diese zwei Vereine, im Gegenzug zu Sitzendorf, Eggendorf/Thale oder Breitenwaida in den Vorjahren, nicht vom Spielbetrieb zurück, gehen aber eine Etage tiefer in die 3. Klasse. Damit wird die 2. Klasse Pulkau-/ Schmidatal erneut ein ganz neues Gesicht bekommen, da sich auch Roggendorf vom Spielbetrieb zurückzieht.

Beide Mannschaften klagen über die Probleme, genug Spieler zu finden, um eine Kampf- und Reservemannschaft zu stellen – ohne sich finanziell zu übernehmen. Die Großkadolzer hielten sich zuletzt mit der Ausnahmegenehmigung „Keine Reserve“ über Wasser. Eine dieser Verbandsentscheidungen, die gut gemeint sind, aber das Gegenteil davon bewirken.

Denn jene Vereine, die Jahr um Jahr Zeit und Geld investieren, um eine zweite Elf aufzubauen, dürfen nicht auf der Strecke bleiben. So schwer das in manchen Regionen ist: Wer seinen Klub nicht nachhaltig aufbauen kann, der sollte vielleicht lieber gar keinen führen oder eine Spielgemeinschaft eingehen. Insofern ist die Entscheidung der zwei Bezirksvereine, egal ob gewollt oder nicht, klug, um in Zukunft wieder gestärkt zurückzukommen. Manchmal muss man einen Schritt zurückmachen, um zwei nach vorn gehen zu können.