Offen für Neues sein lohnt sich. Über das Afrika-Engagement des SC Retz.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 25. April 2019 (02:30)

Während die meisten Kicker nach Saisonende ihren wohlverdienten Urlaub in Griechenland, Italien oder auch Übersee verbringen, fliegen die beiden Retzer Kicker Florian Anderle und Paul Weissensteiner nach Kenia, um beim Aufbau einer Fußballschule in Mombasa zu helfen. Dieses Projekt von Retz-Obmann-Stellvertreter Franz Weber, in Kooperation mit dem SCR, hat das Ziel, Kindern Spaß und Freude am Fußballsport näherzubringen – und den Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft zu ermöglichen.

Die Arbeit von Weber ist schon vorbildlich, aber dass zwei Amateurkicker ihre – gerade in der kurzen Zeit zwischen dem Saisonende und Vorbereitungsstart – knappe Freizeit dafür opfern, mit Kids zu trainieren, ist aller Ehren wert. Dass es ausgerechnet Anderle und Weissensteiner sind, überrascht nicht wirklich, beide Spieler sind als kritische und weltoffene Zeitgeister bekannt.

Solche Aktionen – es muss ja nicht gleich Afrika sein – würden vielen anderen Kickern auch nicht schlecht zu Gesicht stehen. Den Horizont zu erweitern, kann nämlich nie schaden. Nicht nur, um ihren Klischees entgegenzuwirken, sondern auch, weil sich ein Blick über den Tellerrand eigentlich immer lohnt.