Unpopulärer Geistesblitz. Über die Idee von Radargeräten in der Stadt.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:50)

Können Sachverhalte in einer Gemeinderatssitzung nicht restlos beurteilt werden, werden sie in der Regel in den zuständigen Ausschuss verwiesen. So geschehen in Hollabrunn mit dem Vorschlag, Geschwindigkeitsüberwachungen im Wohngebiet ins Auge zu fassen. Der Verkehrsausschuss darf sich nun den Kopf darüber zerbrechen, Tempo-Sündern an den Kragen zu gehen. Unstrittig? Nein.

Nicht erst einmal haben Bürgermeister abgewunken, da sie befürchteten, dass diese Maßnahme als reine Abzocke interpretiert wird. Wer will sich das ausgerechnet jetzt antun? Dazu fehlt Gemeinden die gesetzliche Grundlage, autonom über Radarkontrollen an neuralgischen Punkten zu entscheiden. Möglich wäre ein Kooperationsmodell mit Polizei und BH, das bereits vor Covid-19 ungefähr so beliebt war wie ein Strafzettel.

Unstrittig ist, dass es wegen Rasern auch in Hollabrunn Beschwerden der Bevölkerung gibt. Und die werden mit dem rasanten Wachstum der Stadt eher nicht weniger werden.