Wie nimmt man den Naderer?. Christoph Reiterer über einen, der gerne aneckt.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 11. Juni 2014 (07:45)
Seitdem der ehemalige ÖVP-Wirtschaftsbündler Walter Naderer über das Team Stronach den Sprung in den Landtag geschafft hat, präsentiert sich der 52-Jährige aus Limberg als Hansdampf in allen Gassen. Er scheut die Konfrontation nicht. Er sucht sie. Und zwar auf allen Ebenen.

Dass man nun im ÖVP-dominierten Bezirk Hollabrunn nicht besonders erpicht darauf ist, dem streitbaren Zeitgenossen und Ex-Frank-Intimus eine Plattform zu bieten, ist politisch ja nachvollziehbar. Aber halt schwierig.

Naderer ist nun einmal gewählter Mandatar des NÖ Landtags. Der Schmäh, dass er das erst so kurz ist und man deshalb leider auf ihn vergessen hat, hat nach über einem Jahr sein Ablaufdatum auch schon überschritten. Grenzt man ihn aus, könnte das als Zeichen der Schwäche oder Abgehobenheit gedeutet werden. Grenzt man ihn nicht aus, tut man ihm auch einen Gefallen.

Von selbst löst sich das „Problem“ wohl erst frühestens bei den Landtagswahlen 2018. Ein bisschen lang, um es auszusitzen.