Zeit für einen coolen Plan. Christoph Reiterer über Pendler, denen eine Tapferkeitsmedaille gebührt.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 01. August 2018 (02:54)

Man muss den Nordwestbahn-Pendlern schon Respekt zollen, dass da nicht öfter der Geduldsfaden reißt. Manche vertreiben sich die Zeit, Aufzeichnungen über ihre Abenteuerreisen zu führen.

Ein Auszug: Rund 30 Minuten ohne Klimaanlage und Lüftung bei 30 Grad Celsius mit nicht zu öffnenden Fenstern im „Wiesel“ am 17.7.; ein ähnliches Schicksal nur zwei Tage später mit Umstieg auf Stehplätze in Jedlersdorf und Gesamtverspätung von gut 45 Minuten; frühmorgendliche Verwirrung am 26.7. in Stockerau mit einem Zugbegleiter, der erst selbst nicht sagen konnte, warum nicht abgefahren wird, ehe durchgesagt wurde, dass die Lok anscheinend Probleme hat und die Fahrgäste in die am nächsten Bahnsteig wartende Schnellbahn nach Wien flüchteten. Zeitverlust: rund 20 Minuten.

Manche Pendler bemühen sich bereits, die Verantwortlichen mit guten Tipps zu versorgen. Wobei man nicht immer das Gefühl hat, dass sich die ebenso den Kopf zerbrechen. Aber das ist hoffentlich nur ein hitzebedingter Trugschluss.