Zeitpunkt scheint ideal zu sein. Über das Campingplatz-Projekt im Retzer Land.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 27. Januar 2021 (05:00)

Die Weinstadt Retz, genau genommen ihre größte Katastralgemeinde Unternalb, soll einen Campingplatz bekommen. Eine Unternehmerin will diesen auf einem über 8.000 Quadratmeter großen Areal betreiben. Da lacht das Herz des Tourismusstadtrats. Keine Frage: Das „Camp Vino“ wird eine Aufwertung für die Region sein und passt in die Gegend, die im „Corona-Sommer“ 2020 verstärkte Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Dazu boomte der Urlaub mit dem Wohnmobil. Die Chance, sich als Camper-Ziel zu etablieren, scheint besser denn je zu sein.

Trotzdem gibt es in der Retzer Opposition ablehnende Stimmen. Nun ja, dass sich hier Camper tatsächlich von fehlender Versorgungsinfrastruktur oder dem Gelände abschrecken lassen könnten, ist anzuzweifeln. Es wäre verkehrt, das Vorhaben kippen zu wollen. Eine Umsetzung mit Augenmaß und umfassende Information einzufordern, ist aber das gute Recht und die Aufgabe einer pflichtbewussten Opposition.