Zu viel Info gibt es nicht. Christoph Reiterer über das Wasser-Problem in Hollabrunn.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 17. Juni 2014 (10:33)
Der drohende Engpass an Trinkwasser war in den letzten Tagen und Wochen ein größeres Thema, als es den Verantwortlichen der Stadtgemeinde lieb war. Der Plan war es, dass die Bevölkerung nichts vom teils enormen Aufwand mitbekommen sollte, mit dem die Versorgung trotz defekter Pumpen aufrecht erhalten wurde. Niemand sollte in Panik geraten. Es sollte verhindert werden, dass Massen von Wasser aus Angst irgendwo gehortet werden.

Doch es dringt immer etwas durch. Der kahlgeschlagene Gaisberg und die dröhnenden Tanklastwagen waren ohnehin nicht zu verheimlichen. Das kurz gehaltene Flugblatt der Gemeinde ließ eher Unsicherheit aufkommen.

Klar: Nachher ist man immer g’scheiter. Und mit dem Argument, dass viele Menschen eine Fülle an Information gar nicht erst lesen würden, liegt der Stadtwerke-Chef wahrscheinlich sogar richtig. Allerdings hat sich noch nie jemand beschwert, zu umfassend informiert worden zu sein. Via Internet wäre das schon möglich gewesen und einige Kritik bereits im Keim erstickt worden.