Zugeständnis wäre nicht fair. Über ein Foul, mit dem man sich nicht abfinden sollte.

Von Sandra Frank. Erstellt am 28. April 2021 (04:07)

„Bauplätze in Bergau von Opposition verhindert.“ So stellt es Göllersdorfs ÖVP auf ihrer Facebook-Seite dar, dass ein Deal mit Grundverkäufern geplatzt ist. Stimmt so aber nicht ganz. Die Gemeinde will Grund ankaufen, verhandelt, macht Vorverträge und kurz vor der entscheidenden Unterschrift legen sich Grundbesitzer quer, weil sie die Immobilienertragssteuer nicht zahlen möchten. Übernimmt die Gemeinde die Kosten nicht, behalten sie ihre Grundstücke. Das Aus für das geplante Projekt. Die ÖVP will es durchboxen und zahlen. Die Opposition nennt das „Erpressung“. Alternative? Gibt‘s scheinbar keine.

Polit-Granden betonen oft, wie wichtig die Gemeinde als verlässlicher Partner ist. Der Bürger muss sich auf eine klare Linie verlassen können. Diese Linie wurde in Göllersdorf gewahrt, auch wenn das der ÖVP nicht schmeckt. Die Gemeinde darf nicht erpressbar sein. Selbst wenn das bedeutet, ein tolles Projekt neu denken zu müssen.