Kurzarbeit: Bisher 7,7 Millionen Euro ausbezahlt . 7,7 Millionen Euro an Kurzarbeitshilfe wurden bisher im Bezirk Hollabrunn überwiesen. Diese Zwischenbilanz vermeldet Hollabrunns AMS-Chef Josef Mukstadt in seiner Halbjahresanalyse. Den bisher vorliegenden Abrechnungen aus der ersten Kurzarbeitsperiode zufolge waren um 465 weniger Beschäftigte in Kurzarbeit als ursprünglich von den Unternehmen geplant.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 04. Juli 2020 (11:30)
„Wir tun alles, um einen zweiten Lockdown zu verhindern“, verweist AMS-Chef Josef Mukstadt auf das verbindlich einzuhaltende Hausrecht.
AMS Hollabrunn

Durch die Covid-19-Kurzarbeit blieb vielen Menschen die Arbeitslosigkeit erspart. Stammpersonal konnte in den Firmen gehalten werden. Für 2.760 Beschäftigte war damit der Erhalt des Arbeitsplatzes und eine Lohnfortzahlung bis zu 90 Prozent verbunden. 

„Die Ausfallstunden – meist wurden 90 Prozent für den dreimonatigen Durchrechnungszeitraum beantragt – waren in der betrieblichen Praxis letztlich deutlich geringer“, weiß Mukstadt. Nur etwa ein Viertel aller Unternehmen haben die Verlängerung der Kurzarbeit für weitere drei Monate beantragt. In diesem Zusammenhang hat der AMS-Geschäftsstellenleiter einen Hinweis parat: „Da die erste Kurzarbeitsperiode für die meisten Unternehmen Mitte Juni geendet hat und eine Verlängerung innerhalb von drei Wochen möglich ist, sollte eine etwaige Verlängerung zeitnah erfolgen.“ Die Antragstellung über das eAMS-Konto für Unternehmen ist rund um die Uhr möglich.  


Schutzmaßnahmen bleiben aufrecht 


Bei Vorsprachen im Arbeitsmarktservice Hollabrunn sind übrigens unverändert Mund-Nasen-Schutzmasken verpflichtend zu tragen und alle Empfehlungen der Gesundheitsbehörden einzuhalten. „Wir tun alles, um einen zweiten Lockdown zu verhindern“, verweist Mukstadt auf das verbindlich einzuhaltende Hausrecht. Persönlich sollen weiterhin nur jene Menschen zum Arbeitsmarktservice kommen, mit denen ein Vorsprachetermin vereinbart wurde oder die aus individuellen Gründen weder über das Internet noch telefonisch kommunizieren können. Dafür gibt es eingeschränkte Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr).  

Arbeitslosmeldungen können weiterhin online über das eAMS-Konto, per Mail an ams.hollabrunn@ams.at oder telefonisch unter 050904340 erfolgen.

Neustartbonus zum schrittweisen Personalaufbau 


Dort wo eine Vollbeschäftigung aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht möglich ist, schaffe der Neustartbonus des Arbeitsmarktservice eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Firmen können neu eingestellte Mitarbeiter entsprechend der tatsächlichen Auslastung beschäftigen, wobei ein Mindestausmaß von 20 Wochenstunden erreicht werden muss. 

Als Neustartbonus erhalten die neu eingestellten Beschäftigten eine Aufzahlung von 45 Prozent zum vorangegangen Leistungsbezug beim AMS abzüglich des vom Betrieb bezahlten Nettolohnes. Der Neustartbonus wird für die Dauer eines halben Jahres gewährt – für bestimmte Personengruppen auch länger – und ist vom ehemaligen Arbeitslosen beim AMS zu beantragen. Eine Voraussetzung für den Neustartbonus ist, dass die vakante Teilzeitstelle beim AMS gemeldet wurde.