Hollabrunn

Erstellt am 18. Januar 2017, 05:52

von Christoph Reiterer

S 3-Ausbau: Asfinag peilt Spätsommer an. Verwaltungsgericht stellte Verfahren ein. Begleitwege-Verhandlung im Stadtsaal ohne Einwände absolviert.

Symbolbild  |  ASFINAG

Am vergangenen Mittwoch ist im Hollabrunner Stadtsaal eine mündliche Behördenverhandlung über die straßenbaulichen Maßnahmen im lokalen Straßen- und Wegenetz ohne Einwendungen über die Bühne gegangen.

Sandra Frank

Zwei Tage später gab es für die Asfinag und die Region die nächste gute Nachricht: Das Bundesverwaltungsgericht hat das Verfahren zur Anfechtung des UVP-Bescheides (die NÖN berichtete, siehe weiter unten) eingestellt.

Johann Lang von der Landesabteilung für Umwelt- und Energierecht führte die Verhandlung in Anwesenheit der Sachverständigen, mit denen er sich auch auf Lokalaugenschein begab. Die Asfinag war in Abwesenheit von Projektleiterin Reingard Vogel durch Markus Vielmetti und Christian Siebenhofer vertreten.

Erstes Baulos bis zum Suttenbrunner Graben

Sie waren auf größeren Besuch vorbereitet, doch auch das relativ geringe Interesse schien ein Zeichen dafür zu sein, dass die größten Hürden aus dem Weg geräumt sind.

Die Verhandlungen zur Grundeinlöse seien zu einem Drittel abgeschlossen. Das Projekt wird in zwei Baulosen ausgeschrieben, wobei der erste Abschnitt von Hollabrunn bis über den Suttenbrunner Graben reicht. Ein Start im Sommer 2017 sei realistisch.

Geringfügige Optimierungen, etwa bei der Gerichtsbergkellergasse, die ökologisch und landschaftsbildlich keine oder vernachlässigbare Auswirkungen haben, wurden im Rahmen der Verhandlung klaglos abgewickelt.

Sandra Frank

Durch den abgewiesenen Einspruch der Umweltorganisation „Virus“ und des „Forums Wissenschaft und Umwelt“ gegen den erstinstanzlichen Umweltverträglichkeitsbescheid stehen die Weichen nun ganz klar auf einem baldigen Baustart der S 3, verlautbarte am Freitag auch Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.

Zwei wesentliche Genehmigungen für den Baustart des elf Kilometer langen Abschnitts zwischen der Bezirkshauptstadt und Guntersdorf stehen noch aus: der Naturschutzbescheid und der Bescheid für die Landesstraßen. Die Asfinag rechnet mit positiven Erledigungen in den kommenden Wochen. Sofort nach Rechtskraft der Bescheide werde die Bauausschreibung veröffentlicht.

„Wir sind der Realisierung des Ausbaus der S 3 wieder einen deutlichen Schritt näher gekommen“, freut sich Wullersdorfs Bürgermeister Richard Hogl, der in einer Aussendung dem Landeshauptmann, der Bürgerinitiative um Wilfried Hammer und seinen Bürgermeisterkollegen aus den betroffenen Gemeinden dankte.