S 3: Letzte Bescheide sind positiv. Für Naturschutz und Straßenrecht gab die Abteilung RU4 nun grünes Licht.

Von Sandra Frank. Erstellt am 15. Februar 2017 (05:35)
Symbolbild
ASFINAG

Es ist vollbracht, die letzten Genehmigungen in Sachen Naturschutz und Straßenrecht wurden von der zuständigen Abteilung RU4 erteilt. Dem Ausbau der Schnellstraße S 3 zwischen Hollabrunn und Guntersdorf steht nun nichts mehr im Wege. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen ( wir hatten am Montag berichtet, siehe hier ).

„Dieses Projekt ist ein langer und intensiver Wunsch der Region. Zum einen wegen der dringend notwendigen Entlastung der Ortschaften vom überregionalen Verkehr. Zum zweiten für mehr Sicherheit für die Pendler“, ist auch der scheidende Landeshauptmann Erwin Pröll froh, dass der Ausbau der Schnellstraße endlich grünes Licht erhielt.

„Euphorisch bin ich erst, wenn wir spatenstechen und die Bagger auffahren“Wullersdorfs Bürgermeister Richard Hogl

Während die Weinviertler Schnellstraße im Abschnitt von Hollabrunn bis Guntersdorf ausgebaut wird, errichtet das Land zeitgleich eine Spange von der B 30 zur S 3.
Grafik: Asfinag

„Der naturschutzrechtliche Bescheid ist durch, ich hoffe, dass es da jetzt keine Einsprüche mehr gibt“, gibt sich Landtagsabgeordneter Richard Hogl noch nicht ganz dem Jubelsturm hin. „Natürlich freu’ ich mich, dass es weitergeht. Aber euphorisch bin ich erst, wenn wir spatenstechen und die Bagger auffahren“, lacht der Wullersdorfer Bürgermeister.

Zuletzt war er die treibende Kraft, die an der Spitze stand, um diverse Einsprüche gegen den UVP-Bescheid „wegzuverhandeln“. Außerdem sei der Ausbau des elf Kilometer langen Streckenabschnitts ein zusätzlicher Schwung für die Wirtschaft der Region, führt Pröll weiter aus. Von einem „wirtschaftlichen Erfolg“ spricht auch der Landtagsabgeordnete und VP-Bezirksobmann.

Weitere Spange soll direkt von Retz nach Wien führen

„Entlastung und Sicherheit erreichen wir auch deshalb, weil für die Ortsdurchfahrten Suttenbrunn, Schöngrabern, Grund und Guntersdorf mit der Eröffnung der neuen Schnellstraße ein Lkw-Durchfahrtsverbot verhängt wird“, spricht der Landeshauptmann künftige Maßnahmen an.

Da die Trasse der Schnellstraße beinahe zur Gänze durch Ackerland führt, muss der Grund abgelöst werden. Die Asfinag nahm, nach einer Infoveranstaltung im Frühjahr 2016, Einzelgespräche mit den Grundbesitzern auf. „Die Grundablöse ist positiv im Laufen“, weiß Hogl.

Gleichzeitig mit dem Ausbau der S 3 wird eine Spange von der B 30 zur S 3 vom Land NÖ errichtet. Damit wird es in Zukunft möglich sein, etwa von der Stadt Retz aus nach Wien zu gelangen, ohne Ortschaften durchfahren zu müssen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 3,5 Millionen Euro, die das Land zur Gänze übernimmt. Fertiggestellt soll die Spange zeitgleich mit dem Ausbau der Weinviertler Schnellstraße S 3 werden: 2019/20.