Schmidataler Jungwinzer ausgezeichnet. Drei Jungwinzer der „WW4“ kelterten vier Salon Österreich Weine.

Von Sandra Frank. Erstellt am 27. Juni 2019 (05:41)
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Drei Jungwinzer der Weingüter Weinviertel mit ihren Salonweinen (v.l.) bei der Radlbrunner Hiatahütte: Maximilian Pröll, Laura Hummel und Daniel Jungmayr.
Sandra Frank

Um die 5.000 Weine in Niederösterreich werden bei der Landesweinverkostung bewertet. Die besten davon werden für die Auszeichnung „Salon“ nominiert, erneut verkostet und die besten 270 Weine Österreichs ermittelt. „Salon Österreich Wein“ wird unter den Winzern als Staatsmeisterschaft der heimischen Weine bezeichnet. Das Weinviertel ist hier gut aufgestellt: Von den fünf „Salon Österreich Wein“-Siegern sind zwei aus dem Bezirk.

"War Überraschung für mich"

Sieger kann es in den Kategorien zwar immer nur einen geben, prämiert werden aber mehrere: Drei der stolzen Weingüter, die das begehrte „Salon“-Logo auf ihre Produkte kleben dürfen, gehören zur Winzerplattform Weingüter Weinviertel (WW4). Hier haben die Jungen, „the next generation“ sozusagen, diese Auszeichnung geholt. „Für mich war es überraschend, ich wollte nur schauen, wo ich im Vergleich zu den anderen liege“, sagt Jungwinzer Maximilian Pröll, der gerade die Weinbauschule in Klosterneuburg mit Matura abgeschlossen hat. Sein „Chardonnay Reserve 2017“ ist einer der Salonweine 2019. Im selben Jahrgang wie er ist Laura Hummel. Sie arbeitet im Niederschleinzer Betrieb ihrer Eltern mit und hatte die Idee zu einer neuen Linie namens „Big Flight“. Mit Salon prämiert wurde allerdings der Weinviertel DAC Ried Altenberg.

Jungmayr gewinnt zum dritten mal mit grünem Veltliner

Mehr Erfahrung im „Weinmachen“ hat Daniel Jungmayr. Der 30-jährige Ebersbrunner holte zum dritten Mal in Folge die Prämierung mit einem Grünen Veltliner. Heuer tragen aber zwei Weine die Auszeichnung „Salon“. Neben dem Grünen Veltliner Reserve konnte auch ein Roter Veltliner überzeugen. „Der ist gerade im Kommen“, beobachtet der Jungwinzer bei dieser Sorte größeren Zuspruch.

Warum die drei in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wollen? „Weil es sehr abwechslungsreich ist“, sagt Maximilian Pröll aus Radlbrunn, der von klein auf wusste, dass er einmal Winzer werden will. Für Laura Hummel ist es der Umstand, dass man immer ein klares Ziel vor Augen hat, nämlich ein gutes Produkt zu keltern, wie Daniel Jungmayr ergänzt.