Erstellt am 20. März 2012, 00:00

Lembacher: „Nach 25 Jahren ist Schluss!“. START FÜR NACHFOLGER-SUCHE / Marianne Lembacher (62) wird 2013 nicht mehr als Landtagsabgeordnete kandidieren.

Marianne Lembacher wurde vergangene Woche am Bezirksparteitag der ÖVP als Stellvertreterin von Obmann Heribert Donnerbauer (2.v.l., er wurde mit 97,31% bestätigt) wiedergewählt. Eine Wiederwahl im Landtag wird es nächstes Jahr nicht geben. Weiters am Foto: Landesrat Stephan Pernkopf, Finanzprüfer Leopold Krammer sowie die Obmann-Stv. Reinhard Zimmermann (neu), Eva Maria Himmelbauer (neu), Eduard Kosch und Erwin Bernreiter (neu).HESKE  |  NOEN
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VON CHRISTOPH REITERER

BEZIRK HOLLABRUNN / In einem Jahr finden in Niederösterreich wieder Landtagswahlen statt. Marianne Lembacher, das aktuell dienstälteste Mitglied des NÖ Landtages - sie ist die Letzte, die noch von der Periode ab 1988 übrig geblieben ist -, hat sich entschieden: Sie wird nicht mehr antreten.

Die Wilhelmsdorferin (Gemeinde Maissau), die im Bezirk Hollabrunn längst eine (ÖVP-) Institution ist, feiert Ende Dezember ihren 63. Geburtstag. „Es ist aber nicht nur eine Entscheidung des Alters, sondern auch eine Entscheidung für die Familie“, sagt Lembacher, die nach ihrem Ausscheiden aus der Politik mehr Zeit mit ihren Enkelkindern verbringen will.

Und es sei auch ein Wunsch ihres Mannes, dass 2013 Schluss ist. „Er hat mich wirklich jahrelang unterstützt.“ Ein bisschen Wehmut sei beim Abschied natürlich schon dabei. „Ich habe die Aufgabe immer mit viel Freude gemacht. Es war eine schöne, intensive Zeit, in der auch viel gelungen ist.“

Die Bezirks-ÖVP wird auch bei der Wahl 2013 ein Mandat für den NÖ Landtag haben. Wer dafür ins Rennen geschickt wird, ist noch unklar. Es werde eine Kandidatenliste mit mehreren Personen geben. In den Gremien werde dann entschieden, wer der Favorit für Lembachers Nachfolge ist. Aber, so die Schmidatalerin:„Wir haben ein Persönlichkeitswahlrecht. Die letzte Entscheidung trifft der Wähler.“

Einer, der schon früher sein Interesse bekundet hatte, ist Wullersdorf-Bürgermeister Richard Hogl. Er sieht der Entscheidung ebenso mit Spannung entgegen. Es sei kein Geheimnis, dass ihn die Abgeordneten-Arbeit interessiere. „Aber die Entscheidung der Gremien hängt von vielen Faktoren ab.“ Dem Vernehmen nach wäre die Partei nicht abgeneigt, wieder eine „Powerfrau“ ins Rennen zu schicken.