„Bildung to go“: So viel Wissen birgt die Region. Ein außergewöhnliches Fest ging am Samstag in der Neuen Mittelschule Hollabrunn über die Bühne.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 20. September 2016 (12:53)

An die 1.000 Besucher vermeldeten die Organisatoren nach dem großen Lernfest „Bildung to go“ in der Neuen Mittelschule Hollabrunn. Mehr als 80 Aktionsstände zu Themenbereichen wie Landwirtschaft, Wirtschaft, Natur, Gesundheit, Jugend, Kulinarik, Kreatives, Mobilität etc., fünf Workshops und ab Mittag auch das passende Wetter brachten eine tolle Stimmung, freute sich Renate Mihle, Geschäftsführerin der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg.

Lob von Stadtchef und Festredner

Ein Trio der Musikschule Hollabrunn begleitete die Eröffnung, bei der sich Direktor Bernhard Aschinger stolz zeigte, eine derartige Veranstaltung in seinem Haus zu haben. Bildungsstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly sprach am Podium über die Intention, ein derart aufwendiges Fest im Sinne der regionalen Bildungsvielfalt auf sich zu nehmen.

Lob für die Organisatoren gab es von Stadtchef Erwin Bernreiter und Festredner Richard Hogl, der auf seine Art rüberbrachte, dass es nie zu spät ist, etwas zu lernen: „Bist du alt wie eine Kuh, lernst du immer noch dazu.“

BH-Chef Stefan Grusch kam in Begleitung seines jüngsten Sprösslings und auch Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes sowie die Abgeordneten Eva-Maria Himmelbauer, Christian Lausch und Rudolf Plessl gaben sich die Ehre, um die zumeist sehr unterhaltsam und interaktiv gestalteten Angebote zu bestaunen und auszuprobieren. „Bildung ist eine Holschuld. Wir zeigen auf, wo man sich’s holen kann“, meinte Christine Scherzer, die ehrenamtlich für die Volkshochschule Hollabrunn aktiv ist.

Pfadis zeigten wie man Steckerlbrot bäckt

So wurden E-Bikes und Golfcarts getestet, regionale Produkte verkostet, gemolken und Butter geschüttelt, am Automotor oder an der Photovoltaikanlage geschraubt, Karaoke gesungen oder ein Rollstuhlparcours absolviert. Steine und Holz wurden bearbeitet, kleine Kunstwerke geschmiedet, eine Wärmepumpe geregelt oder Haare gestylt.

Besucher probierten ihr Können auch beim Malen, Tanzen, grenzüberschreitenden Kochen, Singen und Musizieren oder lernten Ausflugsmöglichkeiten der unmittelbaren Umgebung kennen, wie die Falknerei Heldenberg, den Kellerkatzenweg Hollabrunn oder die Wildkatze vom Nationalpark Thayatal.

Die Hollabrunner Pfadfinder zeigten, wie man Steckerlbrot bäckt. Die Besucher konnten beim Bierbrauen zusehen, regionale Weine verkosten und Kaffee für den guten Zweck trinken. „Es war wieder ein außergewöhnliches Fest, das neugierig darauf machte, Neues oder Ungewohntes zu probieren“, so Mihle, die gemeinsam mit Isabelle Kührer, Elisabeth Schüttengruber-Holly und Erwin Mayer das Organisationsteam bildete.