In 500 Stunden zum Landwirt im zweiten Bildungsweg. Die Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn will im Herbst mit einem zweijährigen Lehrgang im Rahmen der Bauern- und Bäuerinnenschule (BBS) starten. Diese Ausbildung im zweiten Bildungsweg ermöglicht das Nachholen der landwirtschaftlichen Facharbeiterprüfung. Vorgesehen ist ein Ausmaß von 500 Stunden.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 04. April 2021 (10:36)
Archivaufnahme von einem abgeschlossenen Kurs: Auf praktischen Unterricht wird in der Bauern- und Bäuerinnenschule viel Wert gelegt.
Usercontent, LFS Hollabrunn

Zielgruppe sind Betriebsführer oder künftige Übernehmer, die bisher keine Möglichkeit einer landwirtschaftlichen Grundausbildung hatten. Es wird Basiswissen in Landwirtschaft vermittelt, das dem Niveau der Berufsschule entspricht. Die theoretischen Grundlagen werden mit aktuellen und praxisnahen Beispielen verknüpft.

Die Absolventen können zur Facharbeiterprüfung zugelassen werden, wenn sie die Bedingungen der niederösterreichischen land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildung erfüllen.

150 Stunden als praktischer Unterricht

Die Facharbeiterprüfung ist unter anderem die Mindestqualifikation für die Gewährung der Beihilfe zur ersten Niederlassung (Niederlassungsprämie) und dem Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen über dem 20. Lebensjahr, für den Bezug spezieller Betriebsmittel, sowie für die Anerkennung als Lehrberechtigter.

Die Grundstufe der Bauern- und Bäuerinnenschule umfasst 500 Stunden und wird als Abend- bzw. Wochenendlehrgang geführt. Fachliche Inhalte sind Pflanzenbau, Tierhaltung, Landtechnik, Unternehmensführung, Politische Bildung sowie ein Wahlschwerpunkt. Rund 150 Stunden der Ausbildung werden als praktischer Unterricht angeboten. Interessenten für den Kurs 2021 werden rechtzeitig zu einem Informationsabend eingeladen.

Zulassungsbedingungen zur Facharbeiterprüfung: 

  • Vollendung des 20. Lebensjahres und Nachweis einer mindestens zweijährigen der Art der Prüfung entsprechenden praktischen Tätigkeit; erfolgreicher Besuch eines Vorbereitungskurses (wird durch den erfolgreichen Besuch der Bauern- und Bäuerinnenschule erfüllt). 
  • Nicht hauptberuflich in der Landwirtschaft tätige Personen müssen je nach Art des Haupterwerbs nach Absolvierung der Pflichtschule eine mindestens vierjährige nebenberufliche landwirtschaftliche Tätigkeit nachweisen. Weiters kann eine Prüfungszulassung aufgrund einer absolvierten Lehrzeit in der Landwirtschaft erfolgen.