Lungenversagen: Neues Therapie-Gerät in Hollabrunn. Die Intensivstation des Landesklinikums Hollabrunn verfügt seit Kurzem über ein Gerät zur Stickstoffmonoxid-Therapie bei entzündungsbedingtem Lungenversagen.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 02. Dezember 2020 (14:04)
Oberarzt Gerfried Naderer mit dem NO-Gerät.
Landesklinikum Hollabrunn

Neuerdings ist auf der Intensivstation des Hollabrunner Krankenhauses ein Gerät zur Stickstoffmonoxid-Therapie im Einsatz, das bei bestimmten Formen des Lungenversagens eingesetzt wird. NO (Stickstoffmonoxid) hilft, der unzureichenden Sauerstoffversorgung des Blutes entgegenzuwirken und den Gasaustausch zu verbessern.  

So kann bei Patienten, wo mit herkömmlichen Methoden der Beatmung keine Verbesserung der Sauerstoffwerte im Blut mehr zu erzielen ist, oft noch eine Steigerung der Oxygenierung erreicht werden, wird in einer Aussendung des Klinikums erklärt. Der Begriff Oxygenierung bezeichnet die Sauerstoffbindung an das Eisen des roten Blutfarbstoffes. Bei Zugabe von Stickstoffmonoxid in die Atemluft reichert sich mehr Sauerstoff im Blut an.

Als Anwendungsgebiete der NO-Therapie gelten unter anderem entzündungsbedingte Erkrankungen der Lunge. Somit kann diese Therapiemöglichkeit auch im Bedarfsfall bei einem Lungenversagen durch eine Covid-19-Infektion eingesetzt werden. "Für Patienten steht dadurch eine zusätzliche Möglichkeit der Behandlung zur Verfügung, um auch schwere Verlaufsformen der Erkrankung zu therapieren", wird betont.