Unterstützer gesucht: Wer will Tierpate werden?. Ob dauerhafte Patenschaft für Esel, Schaf und Co. oder eine einmalige Spende für eine Therapie-Einheit: Der Asino-Hof von Bettina Kellner freut sich über Hilfe.

Von Sandra Frank. Erstellt am 06. Februar 2021 (04:29)
Die Esel wie die Schafe – im Bild „Kate“, sie hat bereits eine Patin – und Hündin „Zoe“ freuen sich, wenn jemand eine Patenschaft für sie übernimmt.
Sandra Frank

Bettina Kellner ist Sonder- und Heilpädagogin. Mit ihrem eigenen Hof „Asino – Tiergestützte Pädagogik“ erfüllte sich die Wahl-Magersdorferin, wie berichtet, einen Traum. Jetzt gibt es Neuigkeiten vom Anwesen neben dem ehemaligen Feuerwehrhaus: Wer will, kann eine Tierpatenschaft für ein Mitglied von Kellners vierbeinigem Team übernehmen.

„Die Idee habe ich schon länger, jetzt habe ich sie einmal veröffentlicht“, verweist die Pädagogin auf ihre Homepage und Facebookseite. Dort kann man gezielt das Tier aussuchen, für das man monatlich spenden möchte. Ob Esel, Maultier, Pferd, Hund oder Schaf, jedes Tier freut sich über Unterstützung. Auslöser, Patenschaften zu vergeben, war Kuschelschaf „Shaggy“. „Er benötigt aufgrund seines Alters Zusatzfutter, das die monatlichen Fixkosten in die Höhe treibt“, erklärt Kellner. Weiters würden Spenden von Firmen, die in den vergangenen Jahren die tiergestützte Pädagogik mit Sachgütern unterstützt haben, Corona-bedingt ausbleiben.

Kellner verspricht: Das Geld der Patenschaft kommt 1:1 dem ausgewählten Tier zugute, sei es für Tierarzt- oder Hufschmiedkosten, Futter oder Stalleinrichtung.

Die Magersdorferin weiß, dass manche zwar spenden möchten, aber nicht jeden Monat. Dann können Interessierte einen Sack Spezialfutter beisteuern oder auch die Therapiestunde für ein Kind finanzieren. „Es gibt leider immer jemanden, der sich das nicht leisten kann. Ich fürchte, das wird langfristig noch schwieriger werden, den Familien geht einfach die Luft aus“, spricht die Sonder- und Heilpädagogin die angespannte (finanzielle) Situation durch die Corona-Pandemie an.

Was gibt’s für die Tierpaten? „Ich will sie einmal im Jahr zu den Tieren einladen, damit ein persönlicher Bezug aufgebaut werden kann.“ Regelmäßig soll es auch einen Newsletter an die Paten geben, der den Therapie-Alltag der Vierbeiner beschreibt. Wer möchte, wird als Tierpate namentlich auf der Homepage erwähnt.