Neue Philosophie: „Orden führt Schlosskeller selbst“. Der Souveräne Malteser-Ritter-Orden will einen neuen Weg in der Gastronomie gehen und setzt auf Bodenständiges.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 29. September 2016 (04:56)
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Neues Serviceteam im Schlosskeller (v.l.): Ernst Zittner, Franz Ulmer und Vladka Vesela.
NOEN, Franz Enzmann

Nach dem Abgang von Haubenkoch Christoph Schüller zu Jahresbeginn blieb der Schlosskeller bis Ende Juni zu. „Jetzt bewirtschaftet der Souveräne Malteser-Ritter-Orden die Gaststätte selbstständig. Es wurde kein Pächter aufgenommen“, erzählt Kommenden-Verwalter Leonhard Deym.

Der umtriebige 42-jährige Schlossverwalter ist nicht nur für das Hotel und die Gastronomie zuständig, sondern auch Gutsverwalter der Bio-Landwirtschaft. Seit 2007 lebt er im Meiereihof und bewirtschaftet mit einem Mitarbeiter die Felder und den Wald rund um das imposante Schloss.

„Wir wollen neue Wege gehen“

„Die Gastro-Konzession besitzt der Malteser-Ritter-Orden mit Sitz in Wien“, führt er aus. „Wir wollen neue Wege gehen. Die Hotelgäste, Touristen und vor allem die heimische Bevölkerung können täglich ein Mittag- und Abendessen im Schlosskeller einnehmen“, erläutert der Manager die Betriebsphilosophie.

„Unser neuer Koch, Franz Ulmer, ist ein gebürtiger Mailberger, der die Gäste mit Wiener Küche und regionalen Schmankerln verwöhnt“, so Deym. „Der Orden hat in der Vergangenheit immer wieder in den Gastrobetrieb investiert. Andere Meldungen sind schlichtweg falsch.“

Deym will auch, dass der Schlosskeller wieder bei Hochzeiten aufkocht: „Die Verantwortlichen im Orden wollen bis Februar 2017 eine motivierte Küchen- und Servicemannschaft beisammen haben, die dann für Hochzeiten, Seminare und Kongresse gerüstet ist“, erläutert er die Zukunftspläne.

Bürgermeister Herbert Goldinger ist es wichtig, dass der Betrieb wieder geöffnet hat und von der Ortsbevölkerung und den Gästen angenommen wird.