Schlosskeller zum Aufsteiger erkoren. Schüller & Schneider legten sich nach dem Verlust ihrer Haube ins Zeug – erfolgreich, wie „A la Carte“ befindet.

Von Karin Widhalm und Franz Enzmann. Erstellt am 16. Oktober 2014 (07:15)
NOEN, Franz Enzmann
Christoph Schüller mit Verena Schneider verfeinern das Gericht »Geschmortes & Gebratenes« vom Weinviertler Rind mit Wurzelgemüsepüree und Gurkensalat.
Der Restaurantführer Gault Millau hat Christoph Schüller die 2012 erhaltene Haube im Vorjahr wieder aberkannt. „Ich finde die Bewertung hart, aber fair“, sagte der Küchenmeister damals. „Durch die vielen Hochzeiten haben wir uns das selbst zuzuschreiben.“

Um zehn Punkte mehr eingeheimst

Er war davon überzeugt: Der Schlosskeller ist viel zu sehr mit der Bekochung von Hochzeitstafeln, die im Schloss Mailberg abgehalten werden, beschäftigt. Dadurch könne man sich nicht aufs la carte-Geschäft konzentrieren.

Originellerweise gibt ihm die Zeitschrift „A la Carte“ Recht: Der Schlosskeller in Mailberg hat nach ihrer Bewertung zulegt. In der 2015er-Wertung erhält das Restaurant um zehn Punkte (76) und um einen Stern mehr (3) und die Flaschen-Anzahl konnte er halten.

„Super, darauf haben wir hingearbeitet“

Drei Sterne bedeutet: „Sehr gute Küche, einfallsreich, kreative Leistungen mit vielen Höhen“. Eine Flasche heißt: „Seriöses, ausgewogenes Weinprogramm mit ausgesuchten Flaschen aus dem In- und Ausland, guter Weinkultur und gepflegtem Weinservice“.

Die Punkteanzahl positioniert den Schlosskeller im oberen Bewertungsfeld als „gutes Restaurant mit beachtlichem Angebot“, damit zählen Christoph Schüller und Verena Schneider zu den „Aufsteigern“.

„Super, darauf haben wir hingearbeitet“, ist Schüller äußerst begeistert. „Da wir keine Hochzeitsgesellschaften im großen Schlossfestsaal mehr annehmen, haben meine Crew und ich mehr Zeit für den Restaurantbetrieb.“