Klepp-ÖVP mit Zugewinn. 15. Mandat für ÖVP, Mandatsverlust für SPÖ, Grüne verpassen Gemeinderat, NEOS drin.

Von Günter Rapp. Erstellt am 29. Januar 2020 (04:52)
Bürgermeister Josef Klepp freut sich riesig über den Mandatszugewinn.
NOEN

Unverhohlene Freude bei der ÖVP über den Gewinn eines weiteren Mandats. Schmerzliches Bedauern bei der SPÖ über den Verlust ebendieses. Weiterhin mit einem Sitz sind die NEOS im Rathaus vertreten, während es die Grünen auch bei diesem Wahlgang nicht geschafft haben.

„So sehr mich der Zugewinn freut, so sehr stimmt mich die abnehmende Wahlbeteiligung nachdenklich“, sagt ÖVP-Bürgermeister und Spitzenkandidat Josef Klepp. Das müsse man alles genau analysieren. Zudem hat es durch fehlende Unterschriften auf den Wahlkarten einige ungültige Stimmen gegeben. Gar nicht mit einem Mandatsverlust gerechnet hatte man bei der SPÖ, deren neuer Parteivorsitzender Markus Weese als Spitzenkandidat fungierte. „Trotzdem wollen wir es im neuen Gemeinderat mit vollem Elan angehen“, versichert Weese im Gespräch mit der NÖN. „Wir sind guten Mutes, frischen Wind zu bringen.“

Völlig neu ist jedenfalls die Zusammensetzung der SPÖ-Fraktion im Maissauer Gemeinderat. Spitzenkandidat Weese hat sich nach derzeitigem Stand Tanja Tamadl und Andreas Binder ins Boot geholt.

Am 2. Mandat knapp vorbeigeschrammt

Dass sie ein zweites Mandat – für Robert Gillinger – verfehlt hat, ärgert Ulrike Vojtisek-Stuntner von den NEOS besonders. „Es war ein offenes Spiel, nichts vorhersehbar und alles möglich.“ Es tue ihr aber leid, dass der Gemeinderat nicht bunter geworden ist. Damit spielt Vojtisek-Stuntner auf das Scheitern von Grünen-Kandidatin Elfriede Hofmann an.

Ulrike Vojtisek-Stuntner hätte es lieber „bunter“ im Maissauer Gemeinderat.
NOEN

Die NEOS-Mandatarin hofft jedenfalls, vom neuen (alten?) Bürgermeister wieder in den Prüfungsausschuss berufen zu werden.

Elfriede Hofmann vermisst ein grünes Potenzial in Maissau.
NOEN

Eine wirklich große Verliererin des Wahlsonntags in der Amethyst-Stadt Maissau war zweifellos Elfriede Hofmann. Die Grünen-Kandidatin verfehlte um nur zwei Stimmen den Einzug ins Maissauer Rathaus. Es wäre ein Comeback der grünen Bewegung nach dem Ausscheiden vor fünf Jahren gewesen. „Offenbar ist ein grünes, alternatives Potenzial in Maissau doch nicht gegeben“, meint Hofmann. „Vielleicht deshalb, weil auch die anderen Parteien die grünen Themen schon übernommen haben.“

Hier findet ihr alle Ergebnisse der NÖ Gemeinderatswahl 2020 auf einen Klick

Hier geht's zu unserem Sonderressort: https://www.noen.at/gemeinderatswahl