Neue Bauplätze: Grünes Licht für Grübern. Einigkeit im Maissauer Gemeinderat – auch bei Rechnungsabschluss und Höllinger-Haus.

Von Günter Rapp. Erstellt am 30. Mai 2020 (04:36)
Vom Hauptplatz bis zu Am Graben reicht das Areal des „Höllinger-Hauses“, das direkt an das Alte Rathaus grenzt.
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„Unsere heutige Gemeinderatssitzung findet an einem ungewöhnlichen Ort, in ungewohnter Art und mit viel Abstand statt“, stellte ÖVP-Bürgermeister Josef Klepp im Musikheim fest. Dort konnte unter Berücksichtigung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen getagt werden.

Einen Schwerpunkt stellte der Ankauf von Bauland in der Ortsgemeinde Grübern dar. „Seit 30 Jahren wird dort über Bauplätze diskutiert“, so Klepp. Jetzt bekam die Stadtgemeinde Maissau die Chance, die ehemaligen „Fleschitzgründe“ um 72.000 Euro zu erwerben. Rund 5.000 m² sind bereits als Bauland gewidmet. NEOS-Mandatarin Ulrike Vojtisek-Stuntner wollte wissen, ob in Grübern überhaupt Bauland benötigt werde. Es war übrigens eine der wenigen Anfragen in einer überaus ruhigen Sitzung.

Mit Abstand sicher bei der Sitzung (v.l.): Gemeinderätin Christa Fleschitzsowie die Stadträte Michaela Zellhofer, Sandra Watzinger und Franz Kloiber.
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„Das wird sicher angenommen. Einige Grüberner sind weggezogen, weil es kein Bauland gab“, entgegnete Klepp. Gemeinderat Anton Hofstetter (ÖVP) formulierte es drastischer: „Ohne Bauplätze können wir in Grübern zusperren!“ Der Ankauf wurde einstimmig beschlossen. Ebenfalls einstimmig erfolgte der Verkauf des „Höllinger-Hauses“ in Maissau.

Die Stadtgemeinde hatte das Areal am Hauptplatz 3 erworben und sogar schon die Abbrucharbeiten vergeben. Aber: „Thomas Pfaller möchte die Liegenschaft um 15.000 Euro erwerben“, erklärte der Bürgermeister. Er sei überzeugt, dass diese Lösung für Maissau die finanziell beste ist.

Einstimmigkeit herrschte dann auch bei der Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 2019. Immerhin konnte ein Überschuss von 604.133 Euro erwirtschaftet werden. „Das kann im Jahr 2020 im außerordentlichen Haushalt investiert werden“, verkündete Klepp. Außerdem seien Rücklagen in Höhe von fast einer halben Million Euro aus dem Wasser- und Abwasserbereich vorhanden (497.253,08 Euro).

Wichtige Vorhaben, wie der Neubau des Maissauer Feuerwehrhauses sowie die Sanierung der Volksschule und der Viaduktgasse, konnten abgeschlossen werden. Die Verschuldung der Stadtgemeinde belief sich mit 31.12.2019 auf 12,41 Millionen Euro. Mehr als 7,5 Millionen Euro resultieren aus dem Gebührenhaushalt (Kanal, Wasser). Die restlichen Schulden konnten um 433.000 Euro auf nunmehr 4.902.729,63 Euro reduziert werden.