Sascha Bauer verlässt politische Bühne in Hollabrunn. Dem neuen Hollabrunner Gemeinderat wird Sascha Bauer, der für die Liste Scharinger kandidiert hat, nicht angehören. Der Unternehmer wird das Mandat nicht annehmen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 29. Januar 2020 (06:29)
Sascha Bauer (l.) nimmt seinen politischen Hut und wird nicht mit Listenführer Wolfgang Scharinger in den Gemeinderat einziehen.
Karasek

Bei der Liste Scharinger, die fünf Sitze im künftigen Hollabrunner Gemeinderat besetzen wird, entschieden die Vorzugsstimmen der Wähler, welche Kandidaten in Zukunft ihre Anliegen vertreten sollen. 

Spitzenreiter ist Namensgeber Wolfgang Scharinger mit 270 Vorzugsstimmen. „Unsere Reihung ist viel gerechter und demokratischer als ein Punktesystem“, betont das Polit-Urgestein, dass hier die einzelnen Vorzugsstimmen ausgewertet wurden.

Weniger Vorzugsstimmen als 2015: Bauer geht

„Aufgrund meines völligen Versagens bei den Vorzugsstimmen werde ich mein Mandat nicht annehmen“, vermeldet indes Sascha Bauer. Der langjährige Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist im parteiinternen Ranking hinter den Breitenwaida-Kandidaten Andreas Fischer und Peter Tauschitz auf Platz vier und hat somit Anspruch auf ein Mandat, aber: Es waren knapp 100 Menschen weniger als 2015, die seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben haben. 

Hätte Bauer seine Stimmen gehalten, hätte die Liste Scharinger ein sechstes Mandat erhalten und die Bürgerliste wäre zweitstärkste Kraft in der Gemeinde geworden. „Ich bin ein leistungsorientierter Mensch. Wenn die Leistung nicht passt, dann muss es Konsequenzen geben“, erklärt der Unternehmer seine Entscheidung. 

Bauers Mandat im Gemeinderat wird Bernhard Wagner übernehmen.