Sanierungsverfahren eröffnet - 85 Mitarbeiter betroffen. Über das Vermögen des Maschinenbauunternehmens SBI Produktion techn. Anlagen GmbH & Co KG mit dem Hauptstandort in Hollabrunn in Niederösterreich ist am Dienstag am Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden.

Von APA Red. Erstellt am 09. Juli 2019 (12:24)
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Symbolbild

Das Unternehmen beschäftigt etwa 85 Mitarbeiter. Ein aktueller Insolvenzstatus liegt laut KSV1870 noch nicht vor.

SBI bietet eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent an, zahlbar in zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes. Weil es sich vorerst lediglich um das gesetzliche Mindestanbot handle, werde der KSV1870 prüfen, ob die Quote angemessen und erfüllbar sei.

Die SBI Produktion techn. Anlagen GmbH & Co KG wurde nach Firmenangaben 1999 gegründet. Das Unternehmen habe sich in den Bereichen Mess- und Regelungssysteme für die Kunststofffolien- und Plattenproduktion, Plasmaschweißtechnik und Metall 3D Druck "als High-Tech-Leader einen Namen gemacht und ist international mit Maschinen und Anlagen in der Luftfahrt-, Auto-, Öl- und Gasindustrie vertreten".

Zur Insolvenz hieß es am Dienstag aus Hollabrunn, dass zugesagte Großaufträge, "für die im Bereich Personal und Produktion bereits kostenintensive Investitionen getätigt wurden", letztlich nicht erteilt worden seien. Eine Umsatzkompensation durch andere Geschäftsfelder sei nicht im erforderlichen Ausmaß erreicht worden. "Die Liquiditätsreserve des Unternehmens wurde aufgezehrt.

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Korneuburg beantragt und die Unternehmensfortführung angestrebt", teilte SBI mit.

Wie Creditreform berichtete, sind neben den 85 Arbeitnehmern auch etwa 250 Gläubiger betroffen. Aktiva von 795.000 Euro stehen beim Unternehmen mit Hauptstandort Hollabrunn Passiva von 5,8 Mio. Euro gegenüber, wurde in einer Aussendung mitgeteilt.

Als Insolvenzverwalter fungiert Rechtsanwalt Georg Hampel. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 9. August anmelden.