Göllersdorf

Erstellt am 05. Dezember 2018, 05:19

von Sandra Frank

Taxidienst Weinviertel-JET: Göllersdorf ist dabei. Ein zusätzlicher Taxidienst soll die Menschen im ländlichen Raum mobiler machen.

Josef Reinwein (ÖVP) steigt mit Göllersdorf ins Mobilitäts-projekt ein.NÖN-Archiv  |  NÖN-Archiv

„Es geht nur um die letzte Meile“, erklärte Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP) seinen Gemeinderäten, dass der Weinviertel-JET ein ergänzendes Angebot zu Bus und Bahn sein, den Öffis aber nicht den Rang ablaufen soll.

„Hier kann das Netz dichter gemacht werden, als es die Bushaltestellen sind“Josef Reinwein

Der Weinviertel-JET ist ein Projekt der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg und soll die Mikromobiliät forcieren. Das bedeutet: Bewohner von Katastralgemeinden werden zum nächsten Bahnhof gebracht. Oder auch zum Arzt chauffiert. Für diese Taxis wird es eigene Sammelstellen geben. „Hier kann das Netz dichter gemacht werden, als es die Bushaltestellen sind“, erklärte Reinwein.

Dieses Modell wurde den Gemeindechefs in der jüngsten Bürgermeisterkonferenz präsentiert. Geplant ist, dass sich 24 Gemeinden daran beteiligen: 23 aus dem Bezirk plus Röschitz. Die (halbe) Waldviertler Gemeinde Hardegg ist nicht bei diesem Leader-Projekt dabei.

Das Pilotprojekt im Bezirk soll drei Jahre laufen, pro Jahr wird es die Gemeinde etwa 15.000 Euro kosten. Der frühestmögliche Start: 1. Jänner 2020. „Der Vorteil ist, dass es bereits Daten aus dem Bezirk Korneuburg gibt“, berichtete Reinwein, dass es dieses Projekt im Nachbarbezirk seit einigen Jahren gibt

„Es gab Anlaufschwierigkeiten“, weiß VP-Mandatar Martin Klampfer. Allerdings hätten die Menschen mit der Zeit Gefallen daran gefunden. Ihm sei das Projekt ein „massives Anliegen“, da immer mehr ältere Menschen allein leben würden und die Jungen hätten oft nicht die Zeit, sie zum Arzt oder zum Geschäft zu bringen.

Unter dem Vorbehalt, dass alle 24 Gemeinden einsteigen, fasste Göllersdorf den Beschluss, sich am Weinviertel-JET zu beteiligen. „Wenn nur eine Gemeinde abspringt, muss neu verhandelt werden“, machte Reinwein klar.

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