Hohenwarth: „Jet“ wird mit Mehrheitsbeschluss abgelehnt. Mobilitätspilotprojekt kann in der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg derzeit nicht umgesetzt werden.

Von Günter Rapp und Christoph Reiterer. Erstellt am 09. Januar 2019 (04:47)
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Symbolbild

Mehrheitlich vom Hohenwarther Gemeinderat abgelehnt wurde der Grundsatzbeschluss für einen „Weinviertel-Jet“ in der Region Weinviertel-Manhartsberg.

„Es ist wahrscheinlich noch zu früh“

Die Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg will, wie die NÖN bereits berichtete, im Bezirk ein Pilotprojekt starten. Der Weinviertel-Jet soll Menschen von Sammelstellen zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel, zum Einkaufen oder zum Arzt chauffieren. In einer NÖN.at-Umfrage haben 63,4 Prozent der Abstimmenden angegeben, dass sie einen solchen Dienst nutzen würden.

„Die Mehrheit der Mandatare war der Meinung, dass dieses Projekt von den Bewohnern nicht angenommen werden würde“, erklärt VP-Bürgermeister Martin Gudenus. Taxigutscheine wären vermutlich kostengünstiger. „Es ist für den Weinviertel-Jet wahrscheinlich noch zu früh“, bedauert der Gemeinde-Chef.

Zum Jahresende berichtete Renate Mihle, Geschäftsführerin der Leader-Region, von sechs Absagen und zwei auf Jänner vertagten Entscheidungen. „Die Gemeinden, die das System möchten, liegen eher südlich im Bezirk. Die nördlichen Gemeinden wünschen sich ein günstigeres System.“

Auf jeden Fall sei es wesentlich, dass die Diskussion um eine verbesserte Mobilität für ältere Personen und Jugendliche in Gang gebracht wurde. Mit der Planungsfirma werde nun geklärt, ob auch eine kleine Version innerhalb des derzeit grob vorliegenden Kostenrahmens möglich ist.