Mönche sind zurück!. Wiederaufnahme / „Der Name der Rose“ ist bis 1. Juni im Retzer Untergrund aktiv. Zum Finale dürfen die Mönche den Keller verlassen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 07. Mai 2014 (06:00)
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Christian Pfeiffer: Regisseur und barfüßiger, frommer Franziskanermönch. Sandra Frank

„Der Name der Rose“ ist nicht nur als Roman von Umberto Eco ein Welterfolg, auch die Produktion unter Regisseur Christian Pfeiffer im Retzer Erlebniskeller ist mehr als erfolgreich. Die Wiederaufnahme des Klosterkrimis feierte am 1. Mai Premiere. Die NÖN fragte bei Regisseur Pfeiffer nach, was die zweite Runde von der Erstauflage 2013 unterscheidet.

NÖN: Herr Pfeiffer, wie Ihre neue Frisur erahnen lässt, wirken Sie in der aktuellen Produktion nicht nur hinter den Kulissen mit. Warum sind Sie erst heuer als Schauspieler im Keller zu sehen?

Christian Pfeiffer: Im letzten Jahr war es einfach nicht möglich, weil so viel „drum herum“ zu erledigen war, dass ich nicht im Traum daran gedacht hätte, selbst mitzuspielen. Es hat mich aber immer gereizt, selbst an einem solchen Spielort aufzutreten. Da eine Wiederaufnahme ja etwas gemütlicher als eine Neuproduktion und die Rolle des Ubertin überschaubar ist, konnte ich heuer diesen Character übernehmen.

Nicht nur „obenrum“ durch die Tonsur sind Sie nackt, Sie tragen auch keine Schuhe.

Pfeiffer: Ubertin wurde im letzten Jahr nicht ganz so wahrgenommen, wie es hätte sein sollen. Ich wollte ihm mehr Präsenz verleihen. Als armer Franziskaner ist es auch nicht ungewöhnlich, keine Schuhe zu tragen. Außerdem ist es barfuß eh ganz gemütlich ...

Neben Ihnen gibt es noch einige andere Neuzugänge im Ensemble. Sind Sie zufrieden mit den anderen Neulingen?

Pfeiffer: Die Neubesetzungen waren ein Glücksgriff und tun der Produktion gut. Michael Sack ist zwar nicht neu im Ensemble, hat aber die Rolle des Adson von Melk übernommen. Seine Naivität und seine Natürlichkeit sind eine Bereicherung für die Rolle. Natürlich war es eine Herausforderung für ihn, die er sehr beachtlich gemeistert hat. Das zeigt auch das positive Feedback des Publikums.

Gerhard Flödl bestreitet bei „Der Name der Rose“ überhaupt seine erste Produktion und gibt der Sache eine eigene Farbe. Ralph Mayer hat sich irrsinnig in seine Rolle als Adelmus hineingetigert und bleibt dem Publikum sehr gut im Gedanken haften.

Das Finale findet heuer an einem anderen Ort statt. Warum wurde es verlegt?

Pfeiffer: Der Zeremonienkeller war toll als Location, aber auch riesengroß. Da wir kein fixes Bühnenbild aufstellen konnten, war das Finale für mich immer etwas zerfasert. Ich hätte mir ein Finale in der Kapelle gewünscht, im Hochzeitsmonat Mai ist das aber unmöglich. Darum haben uns Stadt und Tourismusverein den Bürgersaal angeboten. Allerdings: Für die letzten vier Vorstellungen bekamen wir ein besonders Geschenk, da dürfen wir in der Kapelle spielen.

Wird es eine dritte Runde der Produktion geben?

Pfeiffer: „Der Name der Rose“ werden wir nächstes Jahr nicht wiederholen. Aber, da wir uns durch die großartige Unterstützung der Stadt in Retz sehr gewollt fühlen, arbeiten wir jetzt an der Entwicklung des Projekts „Jack the Ripper“. Natürlich auch im Erlebniskeller.

Der Name der Rose

Die Termine:

Do. 8. – So. 11. Mai;

Do. 15. – So. 18. Mai;

Do. 22. – So. 25 Mai;

Do. 29. Mai – So. 1. Juni

Beginn jeweils um 19.30 Uhr

Karten & Infos:0650/8901730