Hollabrunner Wasserpark ist dürr: Konzept gefordert!. Rot und Grün fordern Konzept, das kranke Bäume auf Gemeindegebiet erfasst und nachhaltiges Nachpflanzen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 06. Februar 2019 (05:37)
SPÖ
Stadträtin Elke Stifter (l.) machte sich gemeinsam mit ihrer Mutter Helga Stifter, Petra Esberger und Hund Max ein Bild von den erneuten Schlägerungen im Hollabrunner Wasserpark.

Die Stadtgemeinde informierte vergangene Woche via Aussendung (NÖN.at berichtete) , dass der Hollabrunner Wasserpark noch weiter ausgedörrt sei. Ursachen sind die extreme Trockenheit im Sommer sowie der Borkenkäfer, der einen großen Teil der Kiefern im Brunnenschutzgebiet befallen hat.

Damit nicht noch mehr Bäume geschädigt werden, müssen die dürren Kiefern entfernt werden, 80 bis 90 Prozent des Nadelholzes seien betroffen. Bei einer Begehung im Jänner wurde festgestellt, dass alte Eschen in einem 1.500 Quadratmeter großen Areal einen großen Anteil an dürren Ästen aufweisen.

„Es müssen Bäume gesetzt werden, die auch mit ein bis drei Grad mehr umgehen können.“Georg Ecker (Die Grünen) über nachhaltiges Nachpflanzen.

„Eine Schlägerung aufgrund der Gefahr herabfallender Äste ist unumgänglich, da Pflegemaßnahmen, wie etwa das Entfernen der dürren Äste, die Bäume nur noch zusätzlich schwächen und ein Absterben beschleunigen würden“, kündigte die Gemeinde weitere Schlägerungen an.

„Der langfristige Erhalt der Naherholungsflächen in unserem Gemeindegebiet ist meinem Team ein Anliegen“, meldet sich SPÖ-Stadträtin Elke Stifter zu Wort, die sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hat. Sie ist erfreut, dass „eine aktive Information der Bevölkerung über die Gemeindehomepage“, wie sie SP-Gemeinderat Peter Tauschitz nach den massiven Schlägerungen 2017 forderte, mittlerweile funktioniere.

Für Stifter zeigt sich durch das Baumsterben, welches nicht nur Hollabrunn betrifft, dass es nachhaltigere Denkansätze brauche. Darum ist es den Roten wichtig, dass ein Konzept erstellt wird, in dem alle kranken Bäume auf gemeindeeigenen Grünflächen erfasst werden.

„Ein Informationsabend, wie jener, der im Herbst 2017 von der Gemeinde angeboten wurde, unterstützt die Bürger, auf die Gefahren und Pflichten als Grundeigentümer aufmerksam zu machen“, weiß Stifter, dass die Sensibilisierung der Bürger ebenso wichtig ist.

Landtagsabgeordneter Georg Ecker (Die Grünen) fordert ebenfalls, dass kranke Bäume erfasst werden. Ihm ist außerdem wichtig, dass bei der Nachpflanzung in die Zukunft gedacht wird: „Es müssen Bäume gesetzt werden, die auch mit ein bis drei Grad mehr umgehen können.“ Denn sonst stehe man in zwanzig Jahren vor genau den selben Problemen wie heute. „Die Fichte ist am Aussterben, die wird es in einigen Jahren bei uns schlicht nicht mehr geben“, so der Hollabrunner.