Martin Eckl: „Ich nehm’ alles, wie es kommt“. Martin Eckl startete seine Amtsperiode mit einer Krise. Er nutzte die Zeit.

Von Sandra Frank. Erstellt am 08. August 2020 (04:39)
Bürgermeister Martin Eckl und Vizebürgermeisterin Maria Kappe haben sich ins Tagesgeschäft im Gemeindeamt bereits gut eingelebt.
Frank

Wenn diese Ausgabe am Mittwoch erscheint, sind Bürgermeister Martin Eckl und seine Vizebürgermeisterin Maria Kappe genau 155 Tage im Amt. Das Duo stand nur wenige Tage an der Spitze der Gemeinde Nappersdorf-Kammersdorf, als die Coronakrise alles lahmlegte. „Jetzt im Nachhinein kann man sagen, dass es eigentlich eine angenehme Zeit zum Einarbeiten war“, sagt Eckl im Rückblick.

Im Leben des Dürnleisers hat sich 2020 bereits einiges geändert: „Ich bin seit fünf Monaten Bürgermeister und seit zwei Monaten Vater.“ Diese beiden Rollen lassen sich bisher gut unter einen Hut bringen, da er sich die Zeit am Gemeindeamt, wie auch in seinem Job als Winzer, gut einteilen könne.

Große Erwartungen an das Amt des Bürgermeisters hat er nicht. Warum? „Ich nehm’ alles so, wie es kommt, und mach’ das Beste daraus“, lautet sein Motto. Es gibt einige Projekte in der Gemeinde, die Eckl angehen will, durch den Coronastillstand habe sich die Ausarbeitung dieser aber verzögert. „Wir wissen noch nicht, wann genau die Projekte umgesetzt werden können. Die Entscheidungen werden wir erst im Herbst treffen“, will der Gemeindechef noch nicht vorgreifen. So gebe es etwa beim Hochwasserschutz Kammersdorf verschiedene Varianten, über die gesprochen werden müsse.

Ins Tagesgeschäft als Gemeindeführung hätten sich die beiden bereits gut eingelebt, über Informationen aus der Bevölkerung, wo es etwas zu tun gibt, sind sie dankbar. Die Arbeit in der Gemeinde wollen sich die beiden aufteilen. „Das bringt mehr Ideen“, hält Eckl nichts davon, alles im Alleingang zu entscheiden.

Darum ist es ihm, ebenso wie seiner Vizebürgermeisterin, wichtig, dass die Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten weiterhin so gut funktioniere. „Es ist wichtig, Dinge im Vorfeld zu besprechen“, betont Kappe. „Die Gesprächsbasis passt“, ergänzt Eckl, der überzeugt ist, dass gemeinsame, konstruktive Arbeit der Gemeinde mehr Erfolg bringe.

„Mein Ziel ist es, die Gemeinde gut weiterzuführen, Projekte umzusetzen und, dass möglichst viele damit zufrieden sind.“