Kopfschütteln: Weinviertler Biotop als Müllhalde. Der Ärger ist groß, weil Unbekannte ihren Mist rund ums Nappersdorfer Biotop entsorgen und Gegend verschmutzen.

Von Martin Holub. Erstellt am 10. Januar 2021 (06:02)

„Es ist eine Riesensauerei! Säcke, Kartons, Dosen, Reifen und so weiter – all das liegt im Bach zwischen Nappersdorf und Oberstinkenbrunn!“, meldete ein verärgerter Ortsbewohner am NÖN-Telefon. Er beobachtet nämlich immer öfter, dass Müllmengen einfach so in der Natur entsorgt werden.

Er machte seinem Ärger aber nicht nur bei der NÖN Luft, sondern verständigte auch die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn. Diese reagierte prompt: Am Tag nach der Sichtung war der Müll bereits beseitigt.

Dies ist aber nicht das einzige Müllproblem im Ort, wie der Anrainer informiert. Seit Monaten kommt es schon zu Vermüllungen beim Biotop zwischen Nappersdorf und Kleinweikersdorf.

„Die Tonne ist regelmäßig bummvoll angefüllt!“

Das Biotop wurde vom örtlichen Verschönerungsverein angelegt und wird von diesem auch gepflegt. Dort steht natürlich auch eine Mülltonne bereit, damit die Besucher ihren Mist fachgerecht entsorgen können.

Diese wird gut genutzt, manchmal sogar zu gut: Regelmäßig wird diese von einem dreisten Müllentsorger verwendet, um seine privaten Mistsäcke darin zu entsorgen. „Die Tonne ist regelmäßig bummvoll angefüllt!“, erzählt Otto Helm, Obmann des Verschönerungsvereins, verärgert im Gespräch mit der NÖN.

Diese machte sich selbst ein Bild und erkundete das Areal rund ums Biotop: Die Mülltonne war vollgestopft, sogar panierte Schnitzel wurden darin entsorgt. Außerdem wurden offene Müllsäcke gesichtet, deren Inhalt in der Nähe des kleinen Gewässers verstreut war. Darüber kann Obmann Helm nur den Kopf schütteln, er will den Täter ausforschen und zur Rechenschaft ziehen. Außerdem überlegt der Verein, die Mülltonne ganz zu entfernen.