Vom militärischen Sperrgebiet zum grenzüberschreitenden Schutzgebiet

Anlässlich des 20-jährigen bzw. 30-jährigen Gründungsjubiläums stellt nun ein österreichisch-tschechisches Buch die faszinierende Tallandschaft der Nationalparks Thayatal und Podyjí vor.

Erstellt am 19. Dezember 2021 | 13:13
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Stefan Leitner

Das grenzüberschreitende Schutzgebiet Thayatal-Podyjí steht für eine beeindruckende Tallandschaft, nahezu unberührte Natur und für die gute Zusammenarbeit der beiden Nationalparkverwaltungen zum Schutz dieses einzigartigen Naturraumes. 

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Foto: NP Thayatal

Mehr als 40 Jahre waren Österreich und Tschechien durch den Eisernen Vorhang getrennt. So tragisch das war, so hatte es im Thayatal doch auch etwas Gutes: Auf tschechischer Seite konnte sich die Natur nahezu ohne Einfluss des Menschen entwickeln. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde der Wert dieses besonderen Naturraumes erkannt und zunächst in Tschechien und später auch in Österreich ein Nationalpark eingerichtet. Seitdem hat hier der Naturschutz oberste Priorität. Besucher sind eingeladen, auf markierten Wanderwegen den wilden Reiz des grenzüberschreitenden Schutzgebietes zu erkunden.

Autor Erich Pello ging mit Freude ans Werk

Der Weinviertler Autor Erich Pello hat bereits in mehreren Büchern den vielfältigen Zauber seiner Wahlheimat vorgestellt. Mit viel Freude nahm er den Auftrag an, die beiden Nationalparks Thayatal und Podyjí in einem gemeinsamen Buch vorzustellen. Anlass waren das Jubiläum 20 Jahre Nationalpark Thayatal, das 2020 begangen wurde, und das Gründungsjubiläum des Národní park Podyjí, das sich heuer zum 30. Mal jährt.

Protagonisten, Wegbegleiter und Ranger kommen in dem zweisprachigen Buch zu Wort; die reichen Kulturgüter in und um das grenzüberschreitende Schutzgebiet werden ausführlich beschrieben. Die Leser erfahren, was es mit der Nationalparkidee auf sich hat, warum Wildnis so wichtig ist und warum das Thayatal als Tal der Vielfalt gilt. 

Wildkatze, Wanderrouten und Tipps

Besonders seltene Vertreter der heimischen Flora, wie zum Beispiel die neu entdeckte Wegerich-Grasnelke, werden ebenso vorgestellt wie die heimische Wildkatze, die als prominente Sympathieträgerin zum Markenzeichen des Nationalparks wurde. Ergänzend beschreibt der Autor grenzüberschreitende Wandermöglichkeiten und gibt Tipps für besondere Naturbeobachtungen.

Die Übersetzungen des Buches wurden von Milan Vacha durchgeführt, der bei zahlreichen Veranstaltungen die grenzüberschreitende Kommunikation erleichtert. Für die Gestaltung zeichnet die Grafikerin Johanna Uhrmann verantwortlich. Sie hat bereits an mehreren Büchern über den österreichisch-tschechischen Grenzraum mitgearbeitet.

Buch und Kalender kostenlos erhältlich

Das 402 Seiten starke Buch wurde vom Kleinprojektefonds aus dem Programm "INTERREG V-A Österreich-Tschechien" gefördert und durch Eigenmittel der NÖ.Regional.GmbH kofinanziert und ist ebenso wie ein großformatiger Fotokalender für das Jahr 2022 kostenlos bei der Nationalparkverwaltung in Hardegg erhältlich: office@np-thayatal.at, 02949/7005.