NMS Retz nun in Frauenhand. Cornelia Dammelhart will mit modernen Lernkonzepten punkten.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 07. Februar 2020 (05:59)
Anfang Dezember hat CorneliaDammelhart dieLeitung der Neuen Mittelschule Retz übernommen. „Ernst Raab hat mir ein perfekt geführtes Haus übergeben“, schätzt die Retzerin, dass der Wechsel gut vorbereitetwurde und ihrVorgänger sie schon lange miteingebunden hat.
Donnerbauer

Neues Haus, neue Direktorin, neues Konzept. Mit der Pensionierung von Ernst Raab ist seit Dezember die Neue Mittelschule (NMS) Retz in den Händen von Direktorin Cornelia Dammelhart. Sie will nun als nächsten großen Schritt gemeinsam mit dem Lehrerkollegium einen Schwerpunkt für die Schule festlegen.

Mit der künftigen Aufhebung der Schulsprengel sei dies umso wichtiger; die Schüler können dann ihre Schule den Interessen entsprechend frei wählen.

 „Ich kenne alle 140 Schüler beim Namen und kann einschätzen wie es jemanden geht.“ Cornelia Dammelhart, Direktorin

 „Wir sind da erst am Beginn des Prozesses. Aber auf jeden Fall wollen wir eine Klimaschule werden“, will man an die Aktivitäten des Retzer Landes anknüpfen. „Wenn sich das Retzer Land hier positioniert, finde ich es wichtig, als Schule mitzumachen“, meint Dammelhart. Synergien könne man dann nutzen.

Leider hat die NMS noch immer mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen. „Wir machen so viele tolle Dinge in der Schule, nehemen an vielen Wettbewerben teil und erzielen gute Ergebnisse oder kooperieren mit heimischen Unternehmen. Aber leider weiß das niemand“, sieht die neue Direktorin hier die Notwendigkeit die Erfolge und Besonderheiten der Schule mehr nach außen zu bringen.

Punkten kann man da natürlich auch mit dem modernen Schulgebäude, das mit zusätzlichen Gruppenräumen zahlreiche Möglichkeiten zum offenen Lernen nach den neuesten Konzepten außerhalb der Stammklasse ermöglicht. In der großen Aula haben die Schüler außerdem die Möglichkeit bei Tischtennis, Tischfußball, Mühle oder Schach abzuschalten.

Entscheidungen werden im Team getroffen

Was die Retzer Mittelschule besonders auszeichnet, sei die familiäre Atmosphäre. „Ich kenne alle 140 Schüler beim Namen. Und auch unser Team ist so klein, dass man sehr schnell mitbekommt, wenn es jemanden einmal nicht so gut geht. Man ist achtsamer“, unterstreicht die 48-Jährige.

Zusätzlich seien Gerechtigkeit und Teamfähigkeit Eigenschaften, die ein guter Lehrer mitbringen sollte. „Regeln müssen für alle Schüler gleich gelten, Konsequenzen genauso.“

Schon während ihrer achtjährigen Tätigkeit als Lehrerin in der Retzer Mittelschule, habe sie es geschätzt, dass Entscheidungen im Team getroffen wurden. Das wird unter Direktorin Cornelia Dammelhart so weitergeführt. Gleichzeitig sei sie „offen für ganz vieles; ich probiere gerne Neues aus. Dinge die mir wichtig sind, setze ich aber auch konsequent durch“, hat sie etwa null Toleranz wenn sie merkt, dass Mobbing in der Schule stattfindet. Dann suche sie sofort das Gespräch mit allen Beteiligten.

Auch schätzt Dammelhart die Zusammenarbeit zwischen den Schulen der Umgebung sehr. Lehrer der Mittelschule gestalten bereits Unterrichtsstunden für die Volksschüler der 4. Klasse in Retz und Pleissing, HLT-Lehrer unterrichten in der Mittelschule. „Wir hoffen, dass die Zusammenarbeit noch intensiver wird, wenn die HLT zu uns übersiedelt. Es wäre schön, wenn wir dann etwa auch ein gemeinsames Pausenbuffet anbieten können“, gibt es schon jetzt Ideen für Synergien am zukünftigen Schulcampus am Rupert Rockenbauer-Platz.