Land stellt Mittel zum Ausbau bereit

Landtag beschloss einstimmig, auf Pläne für einen selektiven zweigleisigen Ausbau zu drängen und auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Sandra Frank
Sandra Frank Erstellt am 26. Juni 2021 | 05:11
Richard Hogl
„Alle haben auf den realistischen Weg eingeschwenkt“, verkündet Landtagsabgeordneter Richard Hogl.
Foto: Hans Gschwindl, Hans Gschwindl

„Nun dürfen wir nicht mehr nachgeben“, ist Landtagsabgeordneter Richard Hogl (ÖVP) froh, dass bei der Landtagssitzung in der Vorwoche ein einstimmiger Beschluss zur Attraktivierung der Nordwestbahnstrecke gefallen ist.

Ein teurer, zweigleisiger Ausbau sei nicht notwendig und in naher Zukunft auch nicht umsetzbar. Deswegen setzte sich der Landtagsabgeordnete für realistische Lösungen ein, wie er selbst sagt. Diese sind zum einen die Verlängerungen der Bahnsteige für REX-Haltestellen. Zum anderen gehört ein selektiver Ausbau des zweiten Gleises dazu. Und zwar an jenen Stellen, an denen Zugbegegnungen ermöglicht werden müssen.

Meilenstein in langwieriger Diskussion

Das Bekenntnis zu dieser Lösung gibt es bereits, der selektive Ausbau der Nordwestbahnstrecke ist im Rahmenplan der ÖBB verankert. Das beschrieb Landtagsabgeordneter Georg Ecker (Die Grünen) als Meilenstein in der langwierigen Diskussion.

Mit dem einstimmigen Beschluss scheint nun ein zweiter großer Erfolg gelungen: „Damit bekennt sich auch das Land NÖ offiziell zu einem selektiven Ausbau und wird weiter darauf drängen, dass dieser verwirklicht wird“, erklärt Hogl im NÖN-Gespräch. Aber nicht nur das: Mit dem Beschluss ist auch fix, dass „das Land die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen wird“.

Mit dem selektiven Ausbau könnten übrigens auch die nicht genutzten Kapazitäten für den Güterverkehr auf dieser Strecke noch erweitert werden.

„Damit zeigt sich, dass alle auf den – von mir immer schon geforderten – realistischen Weg eingeschwenkt haben“, sagt Hogl, nachdem der entsprechende Antrag von ihm und seinem Kollegen Jürgen Maier einstimmig angenommen wurde. Dieser setzt sich nämlich im Waldviertel für den raschen Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes ein.