Stadtzentrum 4.0 wird nun Realität

Die Suche nach einem Pächter für das neue „Stadtzentrum 4.0“ ist beendet. Michael Fabich konnte die Gemeinde Schrattenthal überzeugen.

Erstellt am 11. Oktober 2021 | 05:41

Bei der letzten Gemeinderatssitzung war es endlich so weit: ÖVP-Bürgermeister Stefan Schmid konnte vergangene Woche einen zentralen Punkt für die Entwicklung der Stadtgemeinde Schrattenthal beschließen lassen. Für das neue „Stadtzentrum 4.0“ wurde ein Pächter gefunden. Die Gemeinde beschloss einstimmig, den jungen Gastronomen unter Vertrag zu nehmen.

Der 25-jährige gebürtige Obermarkersdorfer Michael Fabich begann 2015 im bekannten Rasmushof in Kitzbühel zu arbeiten. Seit 2018 ist er dort Restaurantleiter. Mit seinem Konzept unter dem Titel „Gasthaus im Lindengarten“ konnte er Bürgermeister Schmid von seinen Visionen für das „Stadtzentrum 4.0“ überzeugen.

Gasthaus im Kindergarten?

Detail am Rande: Bei der optischen Gestaltung seines Konzepts wählte Fabich eine Schriftart, die auf den ersten Blick den Titel „Gasthaus im Kindergarten“ ergab. Das brachte die Gemeindevertreter zum Schmunzeln, da das neue Gasthaus im ehemaligen Kindergarten in Obermarkersdorf untergebracht wird.

Die vor dem Sommer gestartete Suche nach einem Pächter ist somit abgeschlossen. Zur Erinnerung: Mit dem Umzug des Kindergartens nach Schrattenthal drohte dem historischen Rathaus an der Weinviertel-DAC- Radroute der Leerstand. Eine Situation, die unbedingt vermieden werden sollte.

Die Lösung: ein Umbau der Räumlichkeiten im Einklang mit dem Denkmalschutz, der einen neuen Platz für die Bevölkerung und Besucher schaffen soll, der zum Verweilen und zum Austausch miteinander einlädt. Unter den über 100 Jahre alten Bäumen soll dieses Vorhaben nun Realität werden.

Konzept ist sehr gut durchdacht

Bis das Gasthaus eröffnet wird, müssen sich zukünftige Besucher allerdings noch gedulden. Es gilt, das Konzept umzusetzen. Wie dieses genau aussieht, wollte der Absolvent der HLT Retz noch nicht verraten. „Das Projekt steckt für mich noch in den Kinderschuhen und es gibt noch einige Dinge zu klären“, sagt Fabich im Gespräch mit der NÖN. Der Bürgermeister und seine Gemeinderäte sind indes sehr erfreut: „Das Konzept ist sehr gut durchdacht und wirkt sehr vielversprechend. Das hat mich schnell überzeugt“, meinte Schmid bei der Gemeinderatssitzung in Obermarkersdorf. Man habe sich intensiv mit den Konzepten von Fabich und seinen Konkurrenten auseinandergesetzt.

Die Tatsache, dass es zu diesem Thema im Gemeinderat keine Diskussion gab, zeigt: Der junge Obermarkersdorfer, der in die Heimat zurückkehrt, um das Zentrum wiederzubeleben, stellt sich hohen Erwartungen. Ob diese erfüllt werden können, wird sich bei der Eröffnung des „Stadtzentrum 4.0“ zeigen.