ÖVP: Entlastung für 8.700 Arbeitnehmer im Bezirk. Noch im September soll im Parlament ein erster Schritt der Steuerreform beschlossen werden. Weitere Maßnahmen zur Entlastung sind geplant.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. September 2019 (11:29)
Hans Gschwindl
Wolfgang Sobotka, Thomas Bauer, Eva-Maria Himmelbauer und Richard Hogl (v.l.) wollen Vollzeitbeschäftigte um mindestens 500 Euro pro Jahr steuerlich entlasten.

Mit dem ersten Schritt der Steuerreform, der noch im September im Nationalrat beschlossen werden soll, werden rund 8.700 Arbeitnehmer im Bezirk Hollabrunn bereits ab 2020 mit bis zu 300 Euro pro Jahr entlastet, erklärten Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, NÖ-Spitzenkandidat der ÖVP, und Weinviertel-Spitzenkandidatin Eva-Maria Himmelbauer im Rahmen ihrer Tour durch die Region. 

Konkret geschehe das über eine Erhöhung des Verkehrsabsetzbeträge bzw. über die Rückerstattung der Sozialversicherungsbeiträge für Klein- und Mittelverdiener. Außerdem würden Unternehmer sowie Landwirte ab nächstem Jahr durch eine Senkung des Krankenversicherungsbeitrages auf 6,8 Prozent entlastet.

Weitere spürbare Entlastung von Erwerbseinkommen

So werde erneut für eine spürbare Entlastung von Erwerbseinkommen gesorgt, nachdem mit 1. Juli 2018 der Arbeitslosenversicherungsbeitrag für monatliche Einkommen bis 1.948 Euro brutto gesenkt wurde und bei Einkommen bis zu 1.648 Euro überhaupt entfiel. „Zuvor lag die Grenze bei 1.381 Euro. Bei einem monatlichen Verdienst von beispielsweise 1.600 brutto erspart man sich damit bereits jetzt 350 Euro netto pro Jahr“, erläutert Himmelbauer. Die Kurz-ÖVP stehe für mehr Gerechtigkeit für arbeitende Menschen.

ÖVP plant weitere Maßnahmen zu Entlastung

In den kommenden Jahren seien weitere Maßnahmen geplant. Ab 2021 soll der Lohnsteuertarif für Einkommen von 11.000 bis 18.000 Euro von 25 auf 20 Prozent reduziert werden. Ab 2022 ist eine Senkung der Tarife bis 31.000 Euro von 35 auf 30 Prozent geplant sowie von 42 auf 40 Prozent bei Einkommen von 31.000 bis 60.000 Euro. 

Jeder Vollzeitbeschäftigte könne damit um mindestens 500 Euro pro Jahr entlastet werden. Darüber hinaus soll eine Erhöhung der Werbungskostenpauschale auf 300 Euro pro Jahr erfolgen. Gewinnausschüttungen von Unternehmen auf Arbeitnehmer-Seite sollen bis 3.000 Euro völlig steuerfrei gestellt werden.