ÖVP verteidigte ihre Land-um-Hollabrunn-Gemeinden. Josef Reinwein hält in Göllersdorf die Absolute der ÖVP, Richard Hogl in Wullersdorf ebenso. Martin Eckl kann die Mehrheit der ÖVP in Nappersdorf-Kammersdorf ausbauen, ebenso Roland Weber in Guntersdorf. Herbert Leeb verliert in Grabern zwar fünf Mandate, die absolute Mehrheit der ÖVP bleibt aber erhalten.

Von Sandra Frank und Martin Holub. Erstellt am 26. Januar 2020 (18:37)
Symbolbild
Weingartner-Foto

In Göllersdorf sind die Gesichter bei den Sozialdemokraten lang, obwohl sie ihre fünf Mandate halten konnten. Ziel der Oppositionsparteien war es, die absolute Mehrheit der Volkspartei zu brechen. Das ist nicht gelungen: Die ÖVP mit Spitzenkandidat Bürgermeister Josef Reinwein hielt ihre elf Mandate. Josef Peers Bürgerliste Göllersdorf kandidierte zum ersten Mal und wird vier Sitze im künftigen Gemeinderat besetzen. Die FPÖ verlor beinahe sieben Prozent ihrer Wähler und ist auf 4,65 Prozent gefallen. Damit haben die Freiheitlichen eines ihrer beiden Mandate verloren.

„Ich persönlich habe mit einem zwölften Mandat gerechnet“, sagte Reinwein in einer ersten Reaktion zu den erreichten 50,03 Prozent. „Das ist auch kein Beinbruch und ein klarer Auftrag so weiterzuarbeiten wie in den vergangenen fünf Jahren“, ist Reinwein nicht enttäuscht.

„Immerhin haben wir 60 Stimmen dazugewonnen“, meinte SPÖ-Spitzenkandidat Stefan Hinterberger. „Bei uns stimmt die Richtung tatsächlich.“

Eckl-ÖVP gewinnt zwei Mandate dazu

Gejubelt wird bei der ÖVP in Nappersdorf-Kammerdorf. Hier startete sie von zehn Mandaten weg, die Sozialdemokraten hielten neun. Die Mehrheit der Bürgermeisterpartei war nur durch zehn Stimmen abgesichert. Diesen Vorsprung wollte Bürgermeisterkandidat Martin Eckl ausbauen. Das hat er geschafft: Die ÖVP gew

ann 9,8 Prozent dazu und hat nun zwölf Mandate. Die Roten fielen auf sieben herab. „Ich bin ein bisschen überwältigt momentan von diesem sehr guten Ergebnis“, lautete Eckls erste Reaktion im Gespräch mit der NÖN. Franz Fischer, Spitzenkandidat der SPÖ, nimmt den Stimmenverlust sportlich: „Das ist so zu akzeptieren, wir haben alles versucht und der Wähler hat so entschieden.“ Konrad Köppl wollte für die Freiheitlichen in den Gemeinderat einziehen. Die 32 Stimmen, die er erhielt, reichten aber nicht für ein Mandat. „Für mich war das das erste Mal und wahrscheinlich auch das letzte Mal, dass ich so was gemacht habe“, sagte Köppl.

Roland Weber, Bürgermeister von Guntersdorf, freut sich, ein Mandat zugelegt zu haben. Die ÖVP holte sich einen 14. Sitz im Gemeinderat. Diesen Platz verlor die FPÖ, die nun nur noch mit zwei Mann vertreten sein wird. Erich Ebers SPÖ konnte ihre drei Mandate halten. 

Leeb-ÖVP verliert fünf Mandate, hält aber Absolute

Mit Spannung wurde das Ergebnis in Grabern erwartet, weil sich hier kurz vor der Nennfrist das „Team Gemeinsam für Grabern“ von der ÖVP abgespalten hatte. Das kostete der Bürgermeisterpartei am Ende des Tages fünf Mandate. Dennoch hielt die ÖVP mit Herbert Leeb an der Spitze mit 54,54 Prozent die absolute Mehrheit. Die neue Liste schaffte auf Anhieb sechs Mandate. Die Roten fuhren ein Minus von 9,44 Prozent ein und verlieren somit eines ihrer bisher vier Mandate.

Unverändert bleibt die Mandatsverteilung in Richard Hogls Gemeinde Wullersdorf: Mit 65,63 Prozent hält die ÖVP die Absolute und die 14 Mandate, von denen sie weggestartet ist. Fünf Mandate bleiben bei den Roten, die von Gerhard Sklenar angeführt werden. Die Freiheitlichen mit Spitzenkandidat Ignaz Schnötzinger verzeichnen sogar ein kleines Plus von 0,8 Prozent und behalten ihre beiden Sitze.

Unverändert bleibt die Mandatsverteilung in Richard Hogls Gemeinde Wullersdorf: Mit 65,63 Prozent hält die ÖVP die Absolute und die 14 Mandate, von denen sie weggestartet ist. Fünf Mandate bleiben bei den Roten, die von Gerhard Sklenar angeführt werden. Die Freiheitlichen mit Spitzenkandidat Ignaz Schnötzinger verzeichnen sogar ein kleines Plus von 0,8 Prozent und behalten ihre beiden Sitze. 

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