Feuerwehr-Abschied von einem "perfekten Ausbilder". Nach 22 Jahren wurde Feuerwehrtechniker Leo Kuhn in den wohlverdienten Ausbilder-Ruhestand verabschiedet. 17 Jahre ist es her, dass er seine Tätigkeit im Rahmen des damaligen "Grundlehrganges" in Watzelsdorf (Gemeinde Zellerndorf) begann. Ebendort endete nun diese Feuerwehr-Ära im Rahmen des Moduls "Grundlagen Führen".

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 19. April 2021 (07:02)
In Watzelsdorf wurde Leo Kuhn in den Ausbilder-Ruhestand verabschiedet. Zur Erinnerung wurden Präsente überreicht.
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Als sogenannter „Spätberufener“ trat Leo Kuhn 1995 in die Freiwillige Feuerwehr Pernersdorf ein und legte ein steile FF-Karriere hin. Bereits 1999 engagierte er sich im Bereich der Ausbildung für Einsatzmaschinisten im Feuerwehrabschnitt und ab 2004 auch im Bereich des bezirksweiten „Grundlehrganges“.

Alleine im Bereich der bezirksweiten Ausbildungen kommen auf diese Weise fast 500 Stunden an Unterrichtszeit zusammen. Kuhn nahm dabei insgesamt 283 Prüfungen entgegen. Für seine Verdienste wurde er mit dem Ausbilderverdienstabzeichen in Bronze, Silber und schließlich 2015 mit Gold ausgezeichnet.

"Fachliche und soziale Kompetenz"

Neben der bezirksweiten Tätigkeit als Ausbilder engagierte er sich intensiv in der FF Pernersdorf. Zwei seiner Fachgebiete waren Schadstoffe und der vorbeugende Brandschutz, wo er jahrelang Funktionen innehatte. Unter anderem war Leo Kuhn von 2011 bis 2021 als Bezirkssachbearbeiter für vorbeugenden Brandschutz im Einsatz.

Selbst wissensbegierig, besuchte er über 75 verschiedene, teils mehrtägige Ausbildungen; unter anderem absolvierte er 2003 das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Als Bewerter investierte er unzählige Stunden für die Ausbildungsprüfung "Löscheinsatz" und beim Feuerwehrleistungsbewerb.

„Neben seiner Fachkompetenz zeichnet Leo vor allem seine soziale Kompetenz aus und damit das perfekte Gesamtpaket als Ausbilder“, betont Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger. Er bedankte sich ebenso wie sein Stellvertreter Reinhard Scheichenberger, die Modulleiter Leopold Dondl und Wolfgang Brunthaler sowie alle weiteren anwesenden Ausbilderkameraden für viele wunderbare Jahre im Team.