Hollabrunn begrünt seine Buswartehäuschen. Bei fünf ausgewählten Buswartehäuschen in Hollabrunn (Hauptplatz, Kirchenplatz und Lothringerplatz) in der Bezirkshauptstadt wurden mit Unterstützung der Leader-Region "grüne Klimaanlagen" in Form von Moosmatten realisiert.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 19. November 2020 (12:51)
Bei einem mit Moosmatten begrünten Buswartehaus am Hollabrunner Hauptplatz: Susanne Gretz von Epamedia, Stadträtin Sabine Fasching, Leader-Geschäftsführerin Renate Mihle, Bürgermeister Alfred Babinsky und Gemeinderat Bernhard Wagner (v.l.).
Stadtgemeinde Hollabrunn

„Eine Maßnahme für mehr Grün im Stadtgebiet mit positiven Auswirkungen auf die Umwelt“, sagt Grünen-Stadträtin Sabine Fasching. Die pflegefreien Dachplatten – hergestellt vom Spillerner Unternehmen „Green City Live“ – bestehen aus einer Mischung verschiedener Moosarten, die robust gegen Trockenheit sind und schädlichen Feinstaub absorbieren können. „Für die Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs spenden die Moosmatten Schatten und sorgen für ein angenehmeres Mikroklima“, erklärt Fasching. 

Bei Hitze heißen sich die Grünflächen weniger auf als die aus Glas konstruierten Dachflächen. Sie dienen zudem als Pufferspeicher für Wasser bei Niederschlägen und fördern die lokale Verdunstung.  

Das Projekt wurde von Fasching als Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft umgesetzt, wo Gemeinderat Bernhard Wagner (Liste Scharinger) die Begrünung der Buswartehäuser vorgeschlagen hatte.

„Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten“, so Fasching, „besonders bei der Werbefirma Epamedia, die im Besitz der Buswartehäuser ist und die Montage der Moosplatten veranlasst hat". Durch eine 70-prozentige Leader-Förderung konnte die finanzielle Belastung für die Gemeinde gering gehalten werden.

Fasching hofft, dass dieses Projekt viele Nachahmer findet und in Zukunft noch weitere Flächen begrünt werden.