Sanierter Waldsportplatz als neue Hundezone?. ÖVP und Liste Scharinger wollen sanieren. SPÖ will Idee, den ATSV-Platz für Vierbeiner zu adaptieren, weiterverfolgen. Gemeinderat Bauer ortet „sozialistische Träumerei“.

Von Sandra Frank. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:11)
Gretel
Die Hollabrunner Hundezone wird im Frühjahr saniert, darüber freuen sich Hundebesitzer Herbert Schuster, die Stadträte Wolfgang Scharinger und Karl Riepl, Bauhofchef Thomas Bauer, Gemeinderat Sascha Bauer und Hundebesitzer Peter Wenzl.

„Wir arbeiten eben miteinander“, antworten die Stadträte Wolfgang Scharinger (Bürgerliste) und Karl Riepl (ÖVP) auf die Frage, wie es dazu kam, dass sie bei der Hundezone an einem Strang ziehen. Diese wird jetzt nämlich saniert.

„Es hängt ja schon länger in der Luft, dass sich die Nutzer der Hundezone einen neuen Boden wünschen“, sagt der zuständige Stadtrat Karl Riepl. Nach einer Sitzung der Hundecommunity „hat mich Woiferl angerufen“, um die Wünsche kundzutun. Da im Bauhof nun Ressourcen frei werden, könne die Hundezone adaptiert werden.

„Die Mitarbeiter im Bauhof sind jetzt noch mit dem Winterdienst beschäftigt“, weiß Riepl. Aber sobald es möglich ist, hineinzufahren, soll der Boden hergerichtet und Gras angebaut werden. Außerdem soll beim Eingang ein Bereich zum sicheren Ableinen der Vierbeiner gestaltet werden.

Einigkeit: Zwei Zonen sind nicht sinnvoll

„Zwei Hundezonen sind sicher nicht sinnvoll“, meint Riepl auf die Idee der SPÖ angesprochen, eine temporäre Hundezone auf dem ehemaligen ATSV-Gelände anzusiedeln. Abgesehen davon, dass eine solche vorübergehende Nutzung keinen Sinn mache, glaubt Riepl, dass die Anrainer wenig Freude mit der Idee haben.

Eine zweite Hundezone in der Bezirkshauptstadt will auch SPÖ-Stadträtin Elke Stifter, die die Idee in den Gemeinderat einbrachte, nicht. Aber: „Ich wurde von der Hundecommunity eingeladen. Sie würde gerne auf den Waldsportplatz übersiedeln, aber nur, wenn die Hundezone dort auch bleibt.“

Stifter hält den ehemaligen ATSV-Sportplatz für den besseren Standort. „Wir werden die Idee sicher weiterverfolgen.“ Ihrer Meinung nach biete sich der Platz gut an. Infrastruktur wie Wasser und Parkplätze seien vorhanden, außerdem „kann man auch gleich im Wald spazieren gehen“.

Bauer hält Idee der SPÖ für Populismus

Sascha Bauer, Initiator der Hundezone und Mandatar der Liste Scharinger, ist anderer Meinung. „Die Leute haben mehr von einer realen 1.000-Quadratmeter-Hundezone als von einer erträumten 10.000-Quadratmeter-Hundezone“, ortet er hinter der SPÖ-Idee Populismus.

Er wolle sich, wie auch die anderen Hundebesitzer, keinen sozialistischen Träumereien hingeben. Ein Zaun rund um den ATSV-Platz koste viel Geld. Auch, wenn nur die Hälfte als Hundezone genutzt werde, sei das noch teuer.

Und: „Die weitere Erhaltung kostet ebenfalls viel Geld.“ Das bestehende Areal zu sanieren, sei die beste Lösung. „Aber ich lade die SPÖ gerne noch einmal ein, sich in die bestehende Hundezone einzubringen.“

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