Die Grünen fordern ein grüneres Hollabrunn. Planerische Visionen Es müssen noch mehr Bäume und attraktive Plätze her und die Pflege gehört forciert, sagt Gemeinderat Peter Loy.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 22. August 2018 (04:57)
Fotomontage: Die Grünen
So stellen sich die Hollabrunner Grünen die Fußgängerzone der Zukunft vor.

„Nicht auf nicht vorhandene Firmen setzen, die eh nicht kommen, sondern das, was wir haben, attraktiver gestalten.“ Peter Loy, Gemeinderat der Grünen, hat es sich zum Ziel gesetzt, ein lebenswerteres Hollabrunn zu hinterlassen, ehe er von der politischen Bühne abtritt.

Mehr Begrünung ist für ihn dafür ein Muss. Und: „Die Baumpflege gehört aktiviert.“ Asphalt heizt sich unter Sonneneinstrahlung stark auf und gibt die Wärme nachts langsam ab. Die Folge: deutlich höhere Temperaturen in der Nacht und damit kaum Abkühlung in den Wohnräumen.

„Schatten lädt gerade im Sommer zum Verweilen ein“

In Hollabrunn würde es viele Straßen geben, wo Bäume durch die Minderung der Sonneneinstrahlung für ein kühleres Klima sorgen würden, betont Loy und wünscht sich ein Gesamtkonzept.

Frank
Peter Loy

„Zusätzlich schwitzen Pflanzen ähnlich wie der Mensch. Dabei wird beim Verdunstungsprozess der Umgebung Wärme entzogen“, ist der Grünen-Mandatar überzeugt: „Hollabrunn wird durch mehr Grünflächen und Bäume noch lebenswerter.“

Auch optisch würden Grünanlagen eine Aufwertung vieler Straßenzüge bedeuten. „Und wenn sich ein Hausbesitzer querlegt, dann soll er halt schwitzen.“ Geht es nach Loy, sollte in der Fußgängerzone ein Anfang gemacht werden – in Abstimmung mit der Bevölkerung und den ansässigen Betrieben.

„Schatten lädt gerade im Sommer zum Verweilen ein. Das ist eine Chance für die Fußgängerzone.“ Erlebnisplätze und familienfreundliche Parkanlagen mit wenig Platzverbrauch, größere Bauminseln, ausreichende Bewässerung, eine Deregulierung des Göllersbachs: Mit seinen Anregungen fühlt sich Loy bei der ÖVP-Mehrheit bislang jedenfalls nicht gehört.

„… haut er mir das Budget um die Ohren“

Der zuständige VP-Stadtrat Karl Riepl verweist in diesem Zusammenhang auf die geplante und bereits präsentierte Neugestaltung am Hauptplatz und auf das große Engagement von Stadtmanagerin Julia Katschnig in dieser Hinsicht. In der Fuzo selbst habe man versucht, mit Blumenkisten Akzente zu setzen. „Bäume stelle ich hier mit dem Untergrund schwierig vor.“

Was das Gießen betrifft, stoße man bereits an die Grenzen des Machbaren. „Auf der anderen Seite haut er mit jedes Mal das Budget um die Ohren“, so Riepl zur Loy-Kritik.

Umfrage beendet

  • Die Hollabrunner Fuzo als Allee: Eine gute Idee?