Übersiedlungen und Schülerschwund: Wohin mit Kids?. Schmidatal: Kindergärten übersiedeln, Studie für Schulstandorte.

Von Sylvia Stark. Erstellt am 19. Dezember 2018 (03:21)
Witzany
Bürgermeister Martin Reiter freut sich über den Stopp der Abwanderung.

Bei der Gemeinderatssitzung in der vergangenen Woche verkündete VP-Bürgermeister Martin Reiter, dass der Kindergartencampus, also der Kindergartenzu- und Neubau in Sitzendorf Ende 2019 abgeschlossen sein wird. Die Kosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro.

Raumnot und mangelnde Höhe: Kindergärten übersiedeln

Die Kindergartenabteilung vom Land Niederösterreich stellte fest, dass auch im Kindergarten in Frauendorf massive Raumnot besteht. Dieser ist in der ehemaligen Schule, einem historischen Gebäude, untergebracht.

Im Kindergarten von Braunsdorf passt indes die Höhe des Bewegungsraums – drei Meter sind vorgeschrieben – nicht. Daher werden die Betreuungseinrichtungen von Frauendorf und Braunsdorf nach Sitzendorf übersiedelt. Dort wird es zudem eine Krabbelstube für Kleinkinder und Babys geben.

Schulschließungen? Treffen in Ravelsbach

Währenddessen kämpft die NMS in Sitzendorf, wie alle Mittelschulen im Schmidatal, mit einem starken Schülerschwund. Laut Bürgermeister Reiter wurde die Abwanderung in Sitzendorf zwar gestoppt, jedoch kommen zu wenige Kinder zur Welt.

Daher wird es am 14. Jänner ein politisches Zusammentreffen in der Mittelschule in Ravelsbach geben. Dabei soll eine Studie präsentiert werden. Die Frage, an der man nicht vorbeikommt: Wird es zu Schulschließungen kommen? Derzeit gibt es NMS-Standorte in Ravelsbach, Sitzendorf und Ziersdorf. Was im Anlassfall mit den leeren Schulgebäuden passieren würde, sei noch ungewiss.

Während die Gemeinde den Zubau des Kindergartens auf Schiene brachte, ist auch das Projekt „Kinderheim am Klosterplatz“ in Sitzendorf am Weg. Der Abbruch des bestehenden, schon lange leer stehenden Gebäudes erfolgt im kommenden Jahr, der voraussichtliche Neubaustart ist 2020. Was dort statt des ehemaligen Kinderheims etabliert wird, will Bürgermeister Reiter noch nicht verraten.

Der Voranschlag für das Jahr 2019 umfasst Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4.371.100 Euro im ordentlichen Haushalt sowie 3.772.900 Euro im außerordentlichen Haushalt.