Pompe geht, Eckl führt VP-Team an. Die Entscheidung, wer die ÖVP von Nappersdorf-Kammersdorf in die Gemeinderatswahlen führen wird, ist gefallen: Martin Eckl, Winzer aus Dürnleis, übernimmt die Führungsposition. Bürgermeister Gottfried Pompe zieht sich zurück.

Von Sandra Frank. Erstellt am 13. Dezember 2019 (17:25)
Martin Eckl (2.v.l.) geht mit einem motivierten Team für die ÖVP Nappersdorf-Kammersdorf in den Wahlkampf: Gemeindeparteiobmann Wolfgang Müllner (r.) mit seinen beiden Stellvertretern Richard Huber (l.) und Maria Kappe. Bürgermeister Gottfried Pompe (Mitte) unterstützt die Mannschaft auf Platz 20.
Hans Gschwindl

„Es geht interessant weiter in Nappersdorf-Kammersdorf“, leitete ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Hans Gschwindl die Pressekonferenz ein. Bürgermeister Gottfried Pompe wird sich zurückziehen, Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahlen wird Winzer Martin Eckl.  

„Ich hab’s nebenberuflich gemacht. Privat hat sich bei mir auch einiges geändert. Es geht sich zeitlich einfach nicht mehr aus“, erklärt Pompe, warum er nun aus der ersten Reihe tritt.

ÖVP-Pompe: "Bin keiner, der am Sessel pickt"

2015 drehte die ÖVP Nappersdorf-Kammersdorf mit dem heute 50-Jährigen an der Spitze die Gemeinde, in der davor die Sozialdemokraten die Mehrheit hatten. Zunächst konnte es der Dürnleiser selbst nicht glauben, dass er Bürgermeister sein sollte. „Er hat’s cool, überlegt und durchdacht gemacht“, lobte Gschwindl.

„Ich hab’s gern gemacht und konnte viele Erfahrungen gesammelt“, sagt Pompe. Stolz ist er, dass er den Schuldenstand der Gemeinde während seiner fünfjährigen Amtszeit von 12 Million Euro auf 9,5 Millionen Euro verringern konnte. Trotzdem sei die Infrastruktur ausgebaut worden. „Man kann ganz schön etwas bewegen, wenn man miteinander arbeitet“, berichtet der scheidende Gemeindechef, dass auch die Zusammenarbeit mit der SPÖ gut funktioniert habe. 

„Ich bin keiner, der auf dem Sessel pickt“, fällt dem Dürnleiser der Abschied nicht schwer. Vor allem, weil er wisse, dass er die Zukunft der Gemeinde in gute Hände legt. Außerdem bleibt er auf der ÖVP-Liste – auf Platz 20.

Martin Eckl will Verantwortung übernehmen

Wer nicht mehr auf der Liste zu finden ist, ist Pompes Vizebürgermeister Wilfried Sauberer.

Mit Martin Eckl ist ebenfalls ein Dürnleiser neuer Spitzenkandidat. Der 35-Jährige absolvierte seine Ausbildung in der Weinbauschule Wieselburg, arbeitete bei der RWA und die vergangenen zehn Jahre bei Jungbunzlauer. 

Warum er sich bereit erklärte, die Führung der Partei zu übernehmen? „Weil ich so erzogen worden bin, Verantwortung zu übernehmen“, sagt der Winzer im NÖN-Gespräch. Er will den neuen Schwung, der mit Pompe in der Gemeinde eingekehrt sei, auf jeden Fall weiter nutzen. Sein Wahlziel? „Ein solider Ausbau der Mandate“, wünscht sich der Spitzenkandidat. Derzeit ist die Absolute der ÖVP nur mit zehn Stimmen abgesichert.

Eckl ist erfreut, dass er ein sehr junges Team anführt, in dem auch einige Neuzugänge zu finden sind. Diese würden neue Ideen bringen. Stolz ist er, dass aus jeder Ortschaft Kandidaten vertreten sind. Es sei auch nicht schwierig gewesen, welche zu finden. „Da macht man natürlich gerne etwas“, ist er froh, dass die anderen ebenfalls motiviert sind.

Die ÖVP-Kandidaten für die Gemeinderatswahlen in Nappersdorf-Kammersdorf:

1) Martin Eckl

2) Gerald Staudacher

3) Richard Huber

4) Walter Pamperl

5) Wolfgang Müllner

6) Maria Kappe

7) Lukas Tüchler

8) Dominik Bayer

9) Roman Dallinger

10) Bernhard Aschinger

11) Sandra Thürmer

12) Richard Zausinger

13) Stefan Pamperl

14) Reinhard Mattes

15) Lucas Mörth

16) Gottfried Wimberger

17) Josef Westermayer

18) Benjamin Gschladt

19) Ägidius Ernst

20) Gottfried Pompe

21) Franz Zausinger