Drei Le+O-Abgabestellen im Schmidatal. ​​​​​​​„Tägliches Brot ist keine Selbstverständlichkeit. Jede Spende macht satt!" – Kardinal Schönborn und Caritas-Präsident Michael Landau rufen zu Spenden für das Lebensmittelausgabe-Projekt Le+O auf.

Erstellt am 01. Oktober 2018 (09:57)
Stefanie Steindl

Die große Erntedanksammlung findet bis 22. Oktober in 155 Pfarren in Wien und Niederösterreich statt. Im Bezirk Hollabrunn gibt es Abgabestellen in Oberthern 92, Großwetzdorf 48 und Hohenwarth 5. Es werden haltbare Nahrungsmittel – speziell Zucker, Reis, Öl, Konserven, Kaffee, Tee und Salz – an armutsbetroffene Männer, Frauen und Kinder verteilt.

Obwohl Armut oft er am zweiten Blick sichtbar sei, sei sie kein Phänomen, das nur einige wenige betrifft, betont Landau. Meist würden sich Existenzsorgen und Nöte hinter verschlossenen Türen abspielen. Rund 1,25 Millionen Menschen in Österreich sind von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Die hohe Nachfrage in den Le+O –Ausgabestellen bestätige das.

Hintergrund

Le+O wurde von der Caritas der Erzdiözese Wien gemeinsam mit Wiener Pfarren 2009 ins Leben gerufen. In 16 Ausgabestellen in Wien und Niederösterreich erhalten armutsbetroffene Menschen Nahrungsmittel, aber auch Hygieneartikel, Windeln oder Waschpulver zu einem symbolischen Preis. Wöchentlich kommen auf diese Weise 14 Tonnen gespendete Lebensmittel den Armutsbetroffenen zugute. Ein zusätzliches Beratungsangebot in den Ausgabestellen verfolgt dabei Ziel, im Sinne einer Orientierung einen nachhaltigen Ausstieg aus der Armutsspirale zu erleichtern.

Mit mehr als 1.000 freiwilligen Mitarbeitern ist Le+O auch das größte Freiwilligenprojekt der Caritas der Erzdiözese Wien. Aktuell werden neue freiwillige Helfer für die Ausgabestellen und Fahrer für die Abholung von Lebensmittelspenden gesucht. Gefragt sind kontaktfreudige, offene, tatkräftige Menschen, die sich für andere Menschen engagieren wollen.