Brand im Hackschnitzelsilo: FF seit Stunden im Einsatz. Im Pulkauer Stadtbereich spielt sich seit der Früh ein Großeinsatz ab!

Von Karin Widhalm. Erstellt am 04. Mai 2017 (15:14)

Der Brand eines Hackschnitzelsilos führte letztlich dazu, dass derzeit 15 Feuerwehren den gesamten Inhalt händisch ausräumen müssen. Die Brandgefahr wäre sonst zu groß. Das ist eine herausfordernde Aufgabe für die 90 Kameraden.

„Sie stehen seit der Früh unter Dauerstress“, berichtet Abschnittssachbearbeiter Thomas Hasenöhrl.

Einsatz begann scheinbar harmlos

60 Kubikmeter glosendes Hackschnitzel müssen unter Atemschutz ins Freie geschaufelt und gekühlt werden. „Ein Atemschutztrupp kann maximal 20 Minuten im Einsatz sein, aber dabei kommt’s auch auf die Anstrengung an.“ Die Tätigkeit, die die Wehren jetzt gerade mit den schweren Gerätschaften ausführen, sei unter „anstrengend“ zu klassifizieren. 30 Atemschutztrupps waren bis zur Mittagszeit im Einsatz.

Der Einsatz begann scheinbar harmlos: „Kleinbrand in einem Gewerbebetrieb“ lautete die Alarmierung um sieben Uhr früh, nachdem die Besitzer Rauch bei ihrem Hackschnitzelsilo entdeckt hatten. Die Freiwillige Feuerwehr Pulkau rückte rasch aus. Einsatzleiter Johannes Neubauer sah vor Ort die Tragweite der Situation: Der Schwelbrand im Dachbereich erfordert mehr Einsatzkräfte.

Monsteraufgabe: 15 Wehren vor Ort

Der Löschangriff erfolgte mit dem ersten Atemschutztrupp im Inneren des Gebäudes und von außen: Die Kameraden brachen dafür ein zugemauertes Dachfenster durch – mit einer verheerenden, doch glimpflich ausgegangenen Folge. Die Luftzufuhr führte im Silo zu einer Rauchgasexplosion, die einen FF-Mann verletzte. Er kam mit leichten Verbrennungen davon.

Das Feuer war nach zwei Stunden unter Kontrolle gebracht, dann folgte die Monsteraufgabe für die Wehren, die zum Einsatzort hinzugezogen wurden. Im Einsatz sind die Wehren aus Deinzendorf, Groß-Reipersdorf, Obermarkersdorf, Obernalb, Platt, Pulkau, Rafing, Retz, Röschitz, Rohrendorf, Schrattenthal, Unternalb, Watzelsdorf, Weitersfeld, Zellerndorf.

Aus Retz wurde zuerst der Atemluftanhänger, später wurden die Drehleiter und Atemschutzträger angefordert. Der Brandeinsatz wird vermutlich bis in die Abendstunden dauern.

Die Ursache des Feuers ist derzeit unbekannt, wird jedoch ermittelt werden. Polizei, Rettung, Abschnittfeuerwehrkommando und Bezirksfeuerwehrkommando sind vor Ort.