Pfarrverband: Nicht mehr ‚allein unterwegs‘. Pater Johannes Linke fühlt sich gut aufgehoben im Osten Pulkautals, dank der hilfsbereiten Menschen. Pastoralassistentin Lechner ist es wichtig, dass sich jeder einbringt.

Von Michael Böck und Karin Widhalm. Erstellt am 18. März 2017 (06:29)
Franz Enzmann
Pfarrer Johannes Linke mit Bürgermeister Karl Weber.

Pater Janusz Linke ist seit dem Herbst Pfarrer in Hadres, Obritz, Untermarkersdorf und Seefeld-Kadolz – und lebt sich erst ein. Eines kann er jetzt schon sagen: In den Ortschaften seie man näher beim Menschen. Er beschreibt, wie er stets begrüßt und immer eingeladen wird. „Ich fühle mich sehr wohl“, sagt er. Die Position des Pfarrers sei in seinem neuen Umfeld höhergestellt als in Wien.

Pastoralassistentin für „Entwicklungsraum Pulkautal“ zuständig

Die Vorbereitungen zur Pfarrgemeinderatswahl sind abgeschlossen. Kandidaten wurden gefunden und der Pater Johannes hat „Vertrauen und Hoffnung“ in sie. Jetzt erst komme die Zeit, die eine Herausforderung sein könne. „Ich bin aber umgeben von netten, hilfsbereiten Menschen“, wird er diese bei so viel Entgegenkommen bewältigen. Sie unterstützen ihn in seiner Tätigkeit. „Ich bin das gar nicht gewöhnt“, war das in der Bundeshauptstadt anders.

NOEN, Archiv
Theresa Lechner ist es ein Anliegen, dass der Pfarrer unterstützt wird.

Ihm zur Seite steht Pastoralassistentin Theresa Lechner, die für den „Entwicklungsraum Pulkautal“ zuständig ist. Dieser verläuft – unabhängig vom neuen Pfarrverband Pulkautal West – von Mailberg bis nach Pfaffendorf. Sie unterstützt zum Beispiel Pater Johannes in der Firmvorbereitung. Während der Osten des Pulkautals unverändert bleibt, werden im Westen Kräfte gebündelt.

In den einzelnen Pfarren soll, was bisher geboten wurde, weitergeführt werden. Das betont die Pastoralassistentin. Der Austausch sei wichtig, auch weil Ideen weitergegeben werden können. Man ist nicht mehr „allein unterwegs“ und kann umso mehr schaffen. Lechner ist sich sicher, dass sich das Pfarrleben öffnen muss. „Die Kultur der Pfarren soll sich beleben.“

Aber: „Es ist Knochenarbeit das rüberzubringen.“ Die Leute seien bisher gewöhnt, dass der Pfarrer alles erledigt. Gerade heutzutage sei es wichtig, dass sich jeder einbringt.