„Polt-Express“? Neuer Anlauf für Touristenzug. Grüne wünschen sich Touristenzug durch das Pulkautal und hoffen auf viele Rückmeldungen. SPÖ-Bürgermeister Peter Frühberger würde Projekt gefallen.

Von Franz Enzmann und Christoph Reiterer. Erstellt am 03. Juli 2019 (05:07)
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Sarah Fuchs undGeorg Ecker fordern an der für denPersonenverkehr stillgelegten Strecke im Pulkautal die Umsetzung eines „Polt-Expresses“.

Die Therme Laa, die Wein- und Radfahrregion Pulkautal und die Nordwestbahn wollen die „Grünen Pulkautal“ künftig per Zug verbunden wissen. Landtagsabgeordneter Georg Ecker unterstützt die Initiative: „Wir wollen einen Tourismus-Impuls für das Pulkautal und Wochenendzüge auf der Strecke Zellerndorf-Laa.“

Vorbild sei der „Reblaus-Express“, der Retz und Drosendorf in den Sommermonaten verbindet und jedes Jahr zahlreiche Radfahrer und Ausflügler in die Region lockt. Das Pulkautal, nicht erst seit den Verfilmungen der Polt-Romane als eine der schönsten Gegenden Niederösterreichs bekannt, würde von einem „Polt-Express“ profitieren, meinen die Grünen.

„Leider ist die angedachte Touristenattraktion auch schon in der Vergangenheit an der Finanzierung gescheitert.“Peter Frühberger, SPÖ

„Hier kann man die Seele baumeln lassen, kulinarisch bei den vielen Events und Heurigen den Hunger stillen, aber auch neue Freunde kennenlernen“, sagt Ecker. „Das Pulkautal ist ein Ort der Gemeinschaftlichkeit“, bringt Sarah Fuchs, Grünen-Aktivistin im Pulkautal, die Vorzüge der Region auf den Punkt. „Die auf unsere Initiative hin deutlich verbesserten Wochenendverbindungen auf der Nordwestbahn bieten gute Voraussetzungen für diesen Tourismus-Impuls“, meint Ecker.

Es sei jedenfalls erfreulich, dass das Pulkautal in den letzten Jahren zu einer Attraktion für Radfahrer wurde. Zahlreiche Nächtigungen in privaten Herbergen wie auch im JUFA-Hotel zeugen davon. „Trotzdem mangelt es vor allem am öffentlichen Verkehr“, klagt Fuchs. Deshalb hofft sie, dass die Forderung nach einer Reaktivierung der Bahnstrecke erhört wird; vielleicht sogar wieder als vollwertige Bahnverbindung. „Das würde die Attraktivität des Pulkautals massiv steigern.“

Fuchs will alle Bürger und Parteien einladen, sich gemeinsam darum zu bemühen. Dass die Bahnstrecke als „Polt-Express“, nach der Romanfigur von Alfred Komarek, benannt werden sollte, verstehe sich von selbst. Rückmeldungen sind auch über die Facebook-Seite „Die Grünen Pulkautal“ erwünscht.

Der Seefelder Bürgermeister Peter Frühberger (SPÖ) steht dem Projekt durchaus positiv gegenüber. „Diese Idee geisterte schon vor langer Zeit in den Köpfen der damaligen Gemeindevertreter aus dem Pulkautal herum. Leider ist die angedachte Touristenattraktion auch schon in der Vergangenheit an der Finanzierung gescheitert“, erklärt Frühberger.

Es gab auch schon Gespräche mit den ÖBB, die keine Wirtschaftlichkeit für die Bahnlinie sahen. „Aber den Gedanken, einen Polt-Express auf der vorhandenen Bahntrasse einzurichten, kann ich nur positiv sehen. Ich unterstütze dieses Projekt“, so der SP-Ortschef.

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