Schülerin (17) als Alkolenkerin: "Hat daraus gelernt“. Schülerin verursachte Unfall mit 1,22 Promille. 70 Stunden gemeinnützige Arbeit bewahren sie vor einer Verurteilung.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 13. Februar 2020 (05:22)
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Im Oktober des Vorjahres verursachte eine Schülerin (17) einen Unfall, indem sie kurz nach 7 Uhr morgens bei Aspersdorf den Vorrang missachtete und ins Auto eines 61-Jährigen fuhr.

Weil der Alkotest 1,22 Promille ergab, musste sich der Teenager aus dem Pulkautal nun wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit verantworten.

„Sie ist voll geständig, hatte die Nacht durchgemacht und weiß jetzt, dass man in einer solchen Situation besser die Eltern anruft. Sie hat daraus gelernt“, erklärte Verteidigerin Kristina Venturini-Köck. Die Schülerin habe an sich gearbeitet und sogar ein Coaching bei einer Psychologin absolviert.

Die Angeklagte erklärte, nicht mehr genau sagen zu können, wie sich alles zugetragen hatte. „Gottseidank hatten wir bei dem Unfall nicht einmal einen Leichtverletzten“, mahnte Richter Erhard Neubauer. Er bot der 17-Jährigen an, gegen 70 Stunden gemeinnützige Arbeit und 70 Euro Pauschalkosten, ohne Verurteilung davonzukommen. Sie akzeptierte.