Steinkauz-Paten sind gefragt. Umweltagentur will ein Netzwerk aufbauen, das zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt. Käuze nisten auch im Pulkautal.

Von NÖN Redaktion und Christoph Reiterer. Erstellt am 04. August 2019 (14:31)
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Der Steinkauz kommt in Niederösterreich nur noch in wenigen Gebieten mit ausreichendem Nahrungsangebot und Brutmöglichkeiten vor. Er ist etwa im oberen Weinviertel, im Pulkautal, entlang des Wagrams, im Mostviertel um Hürm und Kilb sowie südlich der Donau zwischen Schwechat und Hainburg an wenigen Standorten zu finden. Zur Verbesserung seiner Lebensbedingungen sucht die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich ehrenamtliche Helfer.

Als Höhlenbrüter braucht der kleine Eulenvogel alte Bäume mit Höhlen, die ihm als Brutplatz dienen. Weil er immer weniger natürliche Brutplätze vorfindet, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Nistkästen angebracht. 2017 brüteten rund zwei Drittel aller Steinkäuze in einem der Nistkästen.

Paten sollten schwindelfrei sein

Diese werden allerdings auch von anderen Vogelarten gerne angenommen und mit Nistmaterial gefüllt, wodurch sie für den Steinkauz unbrauchbar werden. Deshalb sucht die eNu nun verantwortungsvolle Menschen, die die Nistkästen ein Mal im Jahr inspizieren und säubern und dabei die Ruhezeiten der Tiere respektieren. Neben der Freude am Arbeiten in der Natur, sollten alle Freiwilligen Schwindelfreiheit mitbringen.

Alle Helfer werden Anfang September im Rahmen einer Veranstaltung vom Steinkauz-Experten Frank Grinschgl geschult. In den nächsten zwei Jahren soll ein Netzwerk aus Freiwilligen aufgebaut werden, die einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten wollen.

Kontakt: thomas.mitterstoeger@ enu.at; www.naturland-noe.at.